Ein Bericht von Stefan Bamberg

Die Wahrheit über den Urknall

ergänzt am 28. 11. 2016 mit einer Ausführung zum genauen und tiefen Verstehen der Erbsünde von Adam und Eva, siehe hier (Sprungmarke zur Textstelle in diesem Artikel).


Viele kennen Beschreibungen der sieben Schöpfungstage aus dem 1. Buch Mose (Genesis). Und mittlerweile haben die meisten Menschen begriffen, dass man das, was Mose aufschrieb, symbolisch sehen muss. Aber wie ist dies dann zu übersetzen? Was hatte Mose in der Innenschau gesehen und in diesen einfachen Worten aufgeschrieben?
Dies wurde für mich erst verständlich, als mir das Buch von Anita Wolf „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“, kurz UR-Werk, in die Hände kam. Dort stand nun zum ersten Mal das ganze Schöpfungsgeschehen in Klarschrift und es wurde verständlich, was Mose damals gesehen hatte, aber zu seiner Zeit noch nicht schreiben konnte, weil das Verständnis der Menschen fehlte.

Schauen wir uns einmal diese Beschreibung des Schöpfungsgeschehens an. Vielleicht ergeht es Ihnen so wie mir, als ich beim Lesen zutiefst das Gefühl des Erinnerns hatte, so, als ob ich bei diesem Geschehen dabei gewesen wäre, was wir ja letztlich alle auf die eine oder andere Weise waren, weil unsere wahre Existenz ein unsterbliches Lichtwesen ist.

Die bei Mose beschriebenen Schöpfungstage sind in Wirklichkeit riesige Zyklen, wobei in dieser Schöpfungsperiode ein solcher Tag ebenfalls in 24 Stunden unterteilt ist, eine Schöpfungsstunde aber, wenn man es irgendwie versucht, in irdischen Zeitbegriffen auszudrücken, ca. 8 Milliarden Jahre umfasst. Eine Stunde umfasst den Zeitraum, den die Zentralsonnen brauchen, einmal um die Urzentralsonne zu kreisen.
Diese Urzentralsonne stellt das Gesamtwesen Gottes dar, aus dem jedes Schöpfungswerk herausgestellt wird. Die von Mose beschriebenen sieben Schöpfungstage stellen ein „kleine“ Einheit innerhalb eines Schöpfungszyklus dar (Schöpfungsjahr). Aber, wie wir noch sehen werden, der 7. Schöpfungstag hat noch gar nicht begonnen. Nun verstehen wir, dass jeder Schöpfungstag eine sehr große Entwicklungsperiode darstellt. Nun soll einmal die Essenz (das, was wesentlich ist) dieses Schöpfungsgeschehens dargestellt werden.

Immer wieder fragen Menschen, warum denn Gott überhaupt diese Schöpfung mit all ihren Wesenheiten geschaffen habe? Der Schöpfer, von dem die Katharer wussten: „Gott ist die Liebe“, schuf sich Wesenheiten, wie wir wissen, nach Seinem Bilde. Das heißt, wir waren und sind ursprünglich Lichtwesen, mit dem Potenzial, Gottes Wesen in uns sehr tief zu erfahren und zu erfassen. Seine Kinder sollten keine Marionetten sein, sondern bekamen in diesem Schöpfungszyklus erstmalig größtmögliche Freiheit und den freien Willen. Sie waren vollkommen geschaffen, denn Gott ist die Vollkommenheit, und so kann aus Ihm nichts Unvollkommenes kommen. Aber Er stellte Seine Kinder auf eine Entwicklungsbahn, auf der sie durch eigene Erkenntnis, aber von Ihm angeleitet, Stück für Stück Gottes Wesen immer tiefer erfassen lernen sollten.

Sie wurden also nicht direkt mit höchster Gotteserkenntnis in den Schöpfungstag gestellt, sondern jedes Wesen muss sich das immer tiefere Verstehen des Wesens der Liebe selbst erarbeiten. Erst das bringt jedem Gotteskind höchste Freude ein. Und dafür ist das äußere Schöpfungswerk die Lernschule. Allerdings ist diese Lernschule feinstofflich und eine Lichtschöpfung.

Vom ersten bis zur Mitte des sechsten Schöpfungstages existierte nur die Lichtschöpfung auf feinstofflicher Ebene, welche wie ein Spiegel die Bewusstseinsschritte der Wesen spiegelt. Im 6. Schöpfungstag passierte dann etwas, was als Folge die Grobmaterie hervorrief.
Damit Gottes Kinder Gott überhaupt erfassen und verstehen lernen können, gab sich der Schöpfer zu Beginn des Schöpfungszyklus selbst eine Lichtgestalt, damit Seine Kinder sich Ihm annähern können. Diese Lichtgestalt ist quasi eine angepasste Form, wodurch Seine Kinder sogar von Angesicht zu Angesicht vor ihrem Schöpfer stehen können. Gott in seiner Allumfassendheit, welches die Urzentralsonne ausmacht, könnte keines Seiner Geschöpfe erfassen, denn sie müssen ja erst noch durch eigene Erkenntnisschritte lernen, Gottes Wesen immer tiefer zu verstehen. So ist eine den Kindern angepasste Lichtgestalt Gottes unbedingt notwendig.

In diesem Schöpfungswerk offenbart Er sich in Seinen vier Aspekten als Schöpfer, Priester (nicht im irdischen Sinne gemeint, sondern Er ist seinen Kindern Lehrer in dem Sinne, dass Er sie belehrt auf die Art, dass sie durch eigene Erkenntnis zu größerer Bewusstwerdung gelangen), Gott (dieser Aspekt stellt Sein ganzes Wesen dar, welches kein Kind je ganz erfassen kann) und Vater (damit wir uns Ihm annähern und eine Beziehung zu Ihm aufbauen können, wie ein Kind zu seinem Vater [siehe hierzu am Ende dieses Artikels: „Was ist nun richtig: Vater-Gott oder Vater-Mutter-Gott“]).
Das Schöpfungsziel sieht vor, dass alle geschaffenen Wesen am Ende des Schöpfungsjahres einen so hohen Vollkommenheitsgrad erreichen, dass sie sehr tief „in Gottes Herz eingedrungen sind“ und Sein Wesen in großer Tiefe verstehen. Allerdings sind sie dann immer noch Gottes Kinder und werden nicht Gott selbst sein, wie das z. B. östliche Philosophien annehmen. Auch eine Auflösung ins „Nirwana“, wie es die Buddhisten glauben, gibt es nicht. Wir bleiben immer Geschöpfe. Sonst hätte unser Schöpfer es sich ersparen können, uns überhaupt zu erschaffen und auf einen Billionen von Jahren dauernden Entwicklungsweg zu schicken, nur um uns dann am Ende wieder aufzulösen. In Wirklichkeit geht unsere Reise von einer Fülle zur nächsten und jeder Schöpfungstag, ja jede Schöpfungssekunde birgt eine ungeheure Fülle neuer Erfahrungen. Es wird dabei bestimmt keine Langeweile geben.
Das erste Wesen, welches der Schöpfer schuf, war ein weibliches Wesen, Seine Sadhana, in diesem aus der Urzentralsonne herausgestellten Schöpfungswerk die Aufgabe als Sein Dual übernehmend, womit Gott sich in diesem Schöpfungswerk eine männliche Lichtgestalt gab. Aber Sadhana war damit immer noch geschaffenes Kind und nicht Gott selbst, auch wenn sie in der Folge eine sehr hohe Aufgabe übertragen bekam.
Anschließend schuf Er die sieben Urerzengel mit ihren Dualen, also jeder Urerzengel und jedes nachfolgende Wesen wurde von Anfang an immer als Dual, männlich und weiblich, als zwei sich ergänzende und sich völlig gleichwertig achtende Wesen geschaffen. Es ist also nicht richtig, wie es z. B. in östlichen Schriften behauptet wird, dass wir bei der Vervollkommnung unseres Wesens zu androgynen Wesenheiten werden [Erzengel werden im englischen auch „arcangels“ genannt . „arc“ ist von Arche (Archetypus) abgeleitet, was die „Ursächlichkeit“ bedeutet, weil die Erzengel die Ersten des Schöpfers, Seine Träger der sieben Eigenschaften sind.
Sie haben keinesfalls etwas mit irgendwelchen außerirdischen Völkern zu tun, welche hier auf der Erde Erze abbauten und dann von den Menschen, denen sie wie Engel vorkamen, als Erzengel bezeichnet wurden. Es mag solche Besucher auf Erden gegeben haben, sind aber jetzt hier nicht gemeint.
Sadhana sollte der Aufgabe zugeführt werden, an der Seite Gottes das Schöpfungswerk mitzuverwalten, und bekam zu diesem Zweck auch die höchste Lichtkraft mit.
Die sieben Urerzengelpaare dienen als Träger der sieben Haupteigenschaften Gottes. Im Laufe der ersten sieben Schöpfungstage übernehmen die sieben Urerzengel ihre Aufgaben auf ihren Sonnenringen, welche als Zentralsonnen um die Urzentralsonne kreisen. Jeder Urerzengel repräsentiert also eine Eigenschaft Gottes, wofür auch eine Sonne im Schöpfungsgeschehen steht:
(1) Uraniel und Urea sind Vertreter der Eigenschaft der göttlichen Ordnung,
(2) Michael und Elya sind die Eigenschaftsträger des göttlichen Willens,
(3) Zuriel und Helia vertreten die göttliche Weisheit,
(4) Muriel und Pargoa den göttlichen Ernst, d.h. die Gewissenhaftigkeit,
(5) Alaniel und Madenia die göttliche Geduld,
(6) Rafael und Agralea die göttliche Liebe
(7) Gabriel und Pura sind die Eigenschaftsträger der göttlichen Barmherzigkeit.
Diese sieben Eigenschaften sind auch äquivalent zu unseren sieben Chakren.

Das äußere Schöpfungswerk dient also als Spiegel für die Bewusstseinsschritte der geschaffenen Wesen. Jeder Tag der ersten Schöpfungswoche steht unter einer dieser Eigenschaften.

Im Laufe des 6. Schöpfungstages, in welchem Rafael und Agralea in ihr Amt eingewiesen wurden, der Tag, der unter der Eigenschaft der Liebe steht, wurden die ersten weiteren Kinder geschaffen (bzw. wieder erweckt, da sie ja in den vergangenen Zyklen auch schon existierten. Jedes Erzengelpaar und auch Sadhana schufen mit Hilfe der Kraft ihres Schöpfers drei Kinderpaare. Im späteren Geschehen wurden dann noch viele weitere Kinder nach einer genauen Schöpfungsordnung aus den Kindern und Kindeskindern in diesen Tag geboren. Dieses Schaffen der Kinder Gottes ist kein Erschaffen, wie es Gott tut, sondern sie formen mit den Fähigkeiten, die ihnen der Schöpfer schenkte, dieses Schöpfungswerk mit. Dies ist jedem Lichtkind voll bewusst, auch dass sie selbst kein Leben erschaffen können, weil sie wissen, dass Gott das Licht und das Leben in ihnen ist.

Im weiteren Verlauf dieses 6. Schöpfungstages ging es dann darum, die Schöpfungs-Freiheitsprobe zu bestehen, in der jedes Kind seinen freien Willen aus eigener freier Erkenntnis in den Gotteswillen legt und damit gelernt hat, in der Schöpfungsordnung zu handeln. Jedes Wesen macht, bevor es als Lichtkind geboren wird, einen Prozess durch, in dem es die ganze Schöpfungsordnung lebendig in sich erfährt. Als Lichtkind wird dieser Prozess noch einmal über die Bewusstseinsebene von der Stufe der Ordnung bis zur Stufe der Barmherzigkeit in Erkenntnissen verarbeitet. Dies ist damit gemeint, dass man seinen Willen in den Willen des Vaters legt, weil man dann bis in die letzte Faser seines Seins Seinen Willen lebt, und aus der ganzen Natur seines Wesens im Einklang mit der Schöpfungsordnung handelt.
Nebenbei bemerkt:
Wir haben uns hier in der Grobmaterie natürlich nicht aus affenähnlichen Urmenschen entwickelt. Dies waren grobe Einmischungen der Fallwesen in die Gottesordnung, indem sie in der Grobmaterie Kreuzungen zwischen Tieren und Menschen schufen. Die Wesenheiten existierten ja schon vorher und machten hier auf der Erde keinen Entwicklungszyklus über das Mineral, Pflanzen und Tierreich durch, bevor sie als Mensch in Erscheinung traten. Es ist allerdings so, dass die in der Grobmaterie vorhandenen Existenzformen, wie die Tiere ebenfalls einen Evolutionsweg beschreiten, sodass dann ein Tier über die Zwischenstufe eines Naturwesens ein Menschen und Lichtkind werden kann.

An dem hier beschriebenen Punkt des Schöpfungsgeschehen befinden wir uns noch viele Milliarden Jahre vor der Entstehung der Grobmaterie, welche allerdings nur wegen groben Fehlverhaltens eines Wesens entstand. Wie es dazu kam, soll jetzt geklärt werden.

Diese Schöpfungs-Freiheitsprobe musste auch Sadhana durchlaufen, die von allen Kindern das größte Lichtpotenzial mitbekommen hatte und ja auch für ihre zukünftige Aufgabe als Mitverwalterin des Schöpfungswerkes die größere Verantwortung trug. Leider konnte Sadhana in diesem Prozess immer wieder nicht abwarten, bis sie die nötige Reife erlangt hatte.

So stellte sie, nachdem sie gesehen hatte, wie fast alle anderen Erzengel bereits ihre Zentralsonnen zur Verwaltung bekommen hatten, an den Vater die Frage, ob Er ihr nicht auch eine Sonne zur Verfügung stellen wolle. Der Vater schwieg darauf hin erst einmal eine ganze Weile, weil Er wollte, dass Sadhana durch eigene Erkenntnis verstehen lerne, dass sie doch an Seiner Seite das gesamte Schöpfungswerk mitverwalten sollte. Diese Erkenntnis blieb jedoch noch aus, und so schenkte der Vater Sadhana eine Sonne, die Ataräus, auf der sie dann lernen sollte, erst einmal im kleinen Maßstab diese Sonne in der Schöpfungsordnung zu verwalten.

Sadhana schuf dann aber in der Folge ein großes Kindervolk und versäumte es, diese Kinder dem Vater vorzustellen, damit sie ihren Schöpfer, von dem alle Lebenskraft ausgeht, kennenlernen, um eine Beziehung zu Ihm aufzubauen. Immer wieder wurde Sadhana liebevoll vom Vater unterwiesen. Sie sah dann auch immer wieder ihren Fehler ein und versuchte, ihn wiedergutzumachen. Diese ganze Lehrzeit Sadhanas erstreckte sich über viele Milliarden Jahre.
Nach einiger Zeit aber begann sie wieder sehr viele Kinder zu schaffen und stellte sich dann als die höchste Schöpfergöttin vor. Sie lehrte diese, dass sie aus ihr geschaffen worden seien.
Dies ist der Grund, warum hier auf der Erde so viele Menschen Gott sich als göttliche Mutter vorstellen. Denn in Wirklichkeit bekommen Sadhana und jedes Kind ihre Energie vom Schöpfer, mit der es lernen muss, verantwortungsbewusst im Sinne der Schöpfungsordnung umzugehen. Diese Kinder waren in noch unreifem Zustand als Lichtwesen geboren worden und glaubten diese große Lüge, die ihnen Sadhana erzählte.
Jedes von Sadhana geschaffene Wesen erhielt aber trotzallem einen Lebensfunken vom Vater, da Sadhana allein ja kein Leben schaffen kann. Mit Hilfe dieses Gottgeistfunkens, selbst in den wider die Schöpfungsordnung geschaffenen Wesen, werden diese, selbst wenn sie sich weit von Gott abwenden, zurückgeführt und können auch zu vollständigen Kindern Gottes heranreifen.
Schon manch einer fragte sich, wie konnten in Sadhana denn immer wieder solche egoistischen und uns Menschen allzu bekannten Verhaltensweisen aufsteigen? Sadhana selbst konnte nach ihrem ersten Umkehrschritt, von dem wir noch hören werden, es selbst kaum noch begreifen, wie sie so handeln konnte. Es war ihre große Reifeprüfung, indem sie Stück für Stück lernen sollte, was es überhaupt bedeutet, Gottes Willen immer mehr zu leben. Uns Menschen sind diese Verhaltensweisen deshalb so vertraut, weil es für uns darum geht, alle Negativverhaltensweisen, welche Sadhana in die Welt setzte, an uns zu überwinden. Damit helfen wir allen gefallenen Wesen, den Rückweg in die Gottesordnung zu schaffen.
Sadhana möchte als oberste Schöpfergöttin alleine herrschen und ahmte auf der Ataräus den großen Schöpfungsaufbau nach. Sie schuf sich auch „ihre Erzengel“. Auf ihrer Sonne gebärdete sie sich bereits als oberster Gott, sodass alle ihre Wesen wenig bis gar nichts von ihrem wahren Schöpfer wussten.
Der letzte Akt war dann, dass Sadhana ihren wahren Schöpfer ganz verdrängen und sich allein an Seine Stelle stellen wollte.
Mit einem Billionen von Wesen zählenden Heer griff sie die Stadt Lichtheilig an, um das Heiligtum des Vaters in diesem Schöpfungswerk zu erstürmen.
An dieser Stelle musste dann Erzengel Michael, der Vertreter des göttlichen Willens, die Aufgabe mit seinen Helferengeln übernehmen, Sadhana aufzuhalten und ihr Einhalt zu gebieten: „Bis hierher und nicht weiter“. Das wird die erste Harmagedon-Schlacht genannt.
Die Aufgabe von Urerzengel Michael war es und ist es auch noch heute, die Wirkungen des eigenwilligen Verhaltens auf den Absender zurückzuwerfen, bis dessen Kraft erlahmt. Wir erleben es als das Gesetz von Ursache und Wirkung, wo früher oder später die Auswirkungen unseres Handelns auf uns zurückfallen und wir merken, dass wir die Verantwortung für unser Handeln haben und dementsprechend gewissenhaft mit unseren Gedanken, Worten und Taten umgehen.
So warf Michael auch die Speere, die Sadhana sich schuf und immer wieder gegen ihn schleuderte, mit dem stumpfen Ende auf sie zurück, bis ihre Kraft erlahmte und sie besiegt war. Mit dem stumpfes Ende bedeutet, Michael hat nicht selbst angegriffen, sondern abgewehrt und praktisch Sadhana buchstäblich unmittelbar die Auswirkungen ihres Tuns zurückgeschleudert.

Sadhana, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein männliches Äußeres verliehen hatte, um als „Herrscher in Macht“ aufzutreten (sie nannte sich jetzt Luzifer,) merkte, dass nichts, aber auch gar nichts Michael besiegen könnte.
Sadhanas Eigenwille prallte gegen Gottes Willen, dessen Vertreter Michael ist. Ihren Eigenwillen und ihren Zorn hatte sie aber noch nicht aufgegeben, im Gegenteil, er wurde immer größer. Und so musste der Vater Sadhana und alle Wesen, die sie geschaffen hatte und welche ihr anhingen, aus dem Lichtreich vertreiben, indem Er sie durch einen großen Feuerbrand, der sich zuletzt auf die Ataräus wälzte, wobei diese Sonne in unzählige Teile zerstob, in diesen Sonnenraum beförderte, den einst die Ataräus eingenommen hatte.
(Lesehinweis: Anita Wolf, „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“, Kap.10, 858 bis 873, wo dieses Geschehen in erschütternder Weise geschildert wird.)
Die Zerstörung der Sonne Ataräus ist das, was unsere Wissenschaftler als den Urknall entdeckten, die Geburt unseres Universums mit den vielen 1000 Galaxien. [Manche Wissenschaftler sind heute zu der Meinung übergegangen, dass es doch keinen Urknall gegeben habe. Wie wir jetzt sehen, ist diese Meinung falsch, denn die Zerstörung einer riesigen Sonne der Größe dieses Universums, welches uns hier umgibt, ist in Form einer riesigen Implosion erfolgt!]

In Wirklichkeit war es der Beginn einer riesigen Tragödie, eines Geschehens, das nie hätte sein müssen und nur durch den wahnsinnigen Eigenwillen Sadhanas entstand. Dieser Sonnenraum der Ataräus, der jetzt unser Universum ausmacht (im Folgenden auch Falluniversum genannt), ist nicht größer als eine Erbse in Bezug zur Erde. Jetzt kann man vielleicht ein wenig ermessen oder besser gesagt, kaum noch begreifen, wie groß die wahre Lichtschöpfung in Wirklichkeit ist.

Nach diesem Geschehen teilte der Vater seinen Ihm treu gebliebenen Kindern den Plan mit, wie diese sich von Ihm abgewendeten Wesen wieder zurück ins Lichtreich geführt werden können. Er legte als erstes eine Lichtmauer um diesen Raum, den einst Sadhanas Sonne Ataräus ausgefüllt hatte, welche kein Wesen durchdringen kann, welches nicht gelernt hat, wieder im Einklang mit Gottes Liebegeboten in der Schöpfungsordnung zu leben.
Dieses Falluniversum wurde als Schulungsraum zur Rückführung der gefallenen Wesen gestaltet. Aus dem anfänglichen Chaos wurden allmählich die Galaxien mit ihren Sonnen gebildet. Sonnen gelten als Transformatoren für das Licht aus den Lichtreichen. Die gefallenen Wesen waren nicht in der Lage, solche Sonnen zu schaffen. Dies war das Werk Gottes, damit so das transformierte Licht, welches letztendlich aus der Urzentralsonne kommt, seine Läuterungswirkung an den Fallwesen vollziehen konnte (deswegen ist für uns auch wohldosiert Sonnenlicht so heilsam).

Sadhana formt die Materie

Sadhana formte Planeten, welche zuerst noch auf höherer feinstofflicher Ebene existierten, dann aber durch die massiv widergöttlich genutzte Kraft Sadhanas sich immer mehr verdichteten, bis hin zur Grobstofflichkeit. Lichtatomaufbauten wurden aus ihrem harmonischen Ordnungsaufbau heraus verändert. Wie die Wissenschaftler auch wissen, ist Materie nichts anderes als eine Erscheinungsform von Energie. Sadhana veränderte den Atomordnungsaufbau so, dass dieses Gefüge immer niedriger schwingend wurden. Die Materie stellt den Endpunkt dieses Treibens von Sadhana dar.
Die gefallenen Wesen konnten also in ihrem ungeläuterten Zustand nicht über die Lichtmauer, welche dieses Falluniversum umgibt, hinausschauen. So stießen diese Wesen in diesem Falluniversum nach der nächst benachbarten feinstofflichen Ebene an die Lichtmauer und dachten so, die höchste Ebene erreicht zu haben. Weil nun die Anführer der Fallwesen ihre Mitgefallenen dauerhaft an dieses Falluniversum binden wollten, wurde Violett dem 7. Chakra (Scheitelchakra) zugeordnet, wo hier in Wirklichkeit strahlendweiß hingehört. [Der Mensch hat sieben Hauptchakren. Dies sind Energiezenten, welche unseren physischen und auch die feinstofflichen Körper mit der Lebensenergie, welche wir von Gott erhalten, versorgen. Hellsichtige Menschen sehen diese Energieversorgungszentren wie kreisende Räder (aus dem Sanskrit: Chakra = Rad)].
Die eigentlichen Chakrafarben für die Schulungsebenen von unten nach oben sind dann Rot, Grün, Blau, Violett, Perlmutt, Gold-Gelbweiß, Strahlendweiß. Jedem dieser Chakren ist eine Eigenschaft, von Ordnung bis Barmherzigkeit zugeordnet.
Das dritte Auge hat keinesfalls die Farbe Indigoblau, sondern Weiß mit goldenem Rand. Indigoblau setzte die „Königin der Nacht“ (Sadhana als Luzifer) an diese Stelle. Jeder kann sich selbst denken, was das für Auswirkungen hat, wenn solche dunklen Farben den letzten drei Chakren (blau = Halschakra, indigoblau = Stirnchakra, violett = Scheitelchakra) zugeordnet und durch viele Meditationstechniken und Philosophien im Menschen verankert werden: Gerade die Chakren, welche unsere Verbindung zum Lichtreich darstellen! Der Mensch soll richtig „zugemauert“ werden vor der Ausrichtung auf die wahre Lichtheimat!
Weiter fragte der Vater dann seine nichtgefallenen Kinder, ob sie bereit seien, ihre gerade erreichte Gotteskindschaft noch einmal aufzugeben, als Helfer in die Materiewelt hinabzusteigen und unter den gleichen Bedingungen wie die Fallwesen sich den Weg bis zur 7. Ebene noch einmal zu erarbeiten. (Lesehinweis: Kap. 10,875 bis 10,926 UR-Werk).

Wie ist die Erbsünde von Adam und Eva zu verstehen?

ergänzt am 12. 3. 2014 und am 25. 11. 2016 von E. Brandner

Der größte Teil der Lichtwesen war dem Vater treu geblieben und hatte bereits die Freiheitsprobe bestanden und die Kindschaftseigenschaften Geduld, Liebe und Barmherzigkeit in sich entwickelt. Nur die von Sadhana geschaffenen Wesen waren, bis auf die ersten drei Kinderpaare von ihr, gefallen. Genau genommen war auch noch ein viertes Kinderpaar von Sadhana dem Vater treu geblieben. Es war ein Sadhana mit am engsten verbundenes Kinderpaar, welches dann aber den Eigenwillen von Sadhana nicht mitmachte und dem Vater treu blieb. Dies zeigte eine ungeheure Geistesstärke dieser Kinder. Sie sollten viel später in der Materiewelt auf der Erde als Adam und Eva in Erscheinung treten, wo sie vor ca. 6000 Jahren die letzte Rückführungsepoche der Fallwesen, eines viele Milliarden Jahre dauernden Rückführungsgeschehens, einläuteten. In ihrer Materie-Inkarnation sind sie dann allerdings erst einmal der Verführung Sadhanas unterlegen.
„UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“, Kap. 10,1476: „Das sind teils noch Auswirkungen jener Sünde, da sich einer hinter dem anderen verstecken wollte, weil die Weisheit mit dem Verluste Edens auch verloren war. Es bleibt die alte Erbsünde daher bis zum letzten Atemzug der Welt bestehen; sie wird erst ausgelöscht, wenn andere Sünden nicht mehr existieren. Die Bitternis schlägt schlimme Wellen, einer gibt dem anderen die Schuld. Und so ist unsere Zeit gekommen einzuschreiten, nachdem Ich mit euch oft genug Mein Kommen angekündigt habe. Scheinbar sind nur kleine Rettungskreise da, in welchen sich Mein Licht ganz frei manifestieren kann im Gegensatz zum großen Menschengewühl der vielen Erdenvölker. Sie verschwinden schier unter der grauen lichtlosen Masse. In Wahrheit sieht es aber anders aus.“ (Zitat Ende)

Die UR-SCHULD ist die LUST daran, selbst Gott sein zu wollen – letztendlich in der Tat. Die Erbsünde ist jene Lust aus der UR-SCHULD heraus, an sich selbst und am Nächsten Lust haben zu wollen – ohne den Segen Gottes abwarten zu können – wiederum in der Tat. Sozusagen: Eine verfrühte Liebe-Tat (ist es dann Liebe?) aus der Ungeduld heraus. Der eigene Wille und Ernst, welcher ja der Geduld vorausgeht. Auch die eigene Weisheit und Ordnung – ganz klar.

Wie dem auch sei, es ist die „Erbsünde“ (Adam und Eva) in der „UR-Schuld“ (Sadhana). Im Grunde zweimal der Ungehorsam. Wobei zuerst der Angriff auf Gott selbst und dann durch Adam und Eva die Lust an sich selbst wie ebenso am anderen, ohne einen direkten Angriff auf Gott. Dennoch bleiben die „Seelenkraftanteile“ in einer Erbschuld bis ins 3. und 4. Glied, was ein weiteres Zeugnis von der Heiligkeit URs ist im GEHORSAM. Gehorsam ist ja nichts anders, wie es das DEUTSCHE Wort ja schon sagt: Trägt das GEHÖRTE SAMEN im AMEN! = Zusammen der GEHORSAM! Amen heißt ja: SO SEI ES! Also eine Zustimmung. Eine Zustimmung jedoch kann nur aus eigener Erkenntnis erwachsen! Das ist der Unterschied zwischen der Erbsünde und der UR-Schuld. Der Rucksack der UR-SCHULD ist bis zuletzt zu tragen. Die Erbsünde ist „lediglich“ ein Teil in dieser UR-Schuld, und dennoch aber ist auch diese erst dann nicht mehr, wenn die Materie nicht mehr sein wird.

Vielleicht wäre es eigentlich ein „ERBE“ gewesen, dass der GEHORSAM gepflanzt worden wäre. Doch durch den abermaligen Ungehorsam in der UR-SCHULD wurde aus dem ERBE des Gehorsams die „ERBSÜNDE“.

Es könnte schon so gewesen und von UR-Jesus gedacht worden sein, dass dies eigentlich die Aufgabe von Adam und Eva gewesen ist: DAS ERBE DES GEHORSAMS, welches (ERBE) aber zur ERBSÜNDE wurde.

Eine enorme Auswirkung der Verführung Sadhanas ihrer Kinder Orytam und Hagar, welche als Adam und Eva, die „ersten Kinder“, diese Erlösungsepoche einläuteten. Viel hing von Orytam und Hagar ab. Und doch scheiterten sie. Es war im übertragenen Sinne wiederum die Sünde, aus sich selbst schaffen zu wollen, aus der Lust an der Schöpfungsfrucht ohne den Segen des Schöpfers!

Diesmal jedoch eine Verführung. Bei Sadhana und der UR-Schuld dann schlussendlich selbst Gott sein zu wollen, handelt es sich hier um eine Entscheidung durch Einwirkung zweier Impulse von außen, welche dennoch ihre Wirkung im Innen entfalten. Gott spricht mit Adam und Eva und dennoch erliegen sie der Verführung Sadhanas. Kaum auszumachen, welche „KRAFT“ da im Spiel war. Wie VERWALTE ich diese Kraft? Und wieder stand die Lust des Eigenen im Vordergrund. Aber das Scheitern-Dürfen würde ein weiteres Thema aufrollen. Und so ersehen wir, dass es sich um eine „Zeitkraft“ handelt! Es handelt sich um die Erbsünde in der UR-SCHULD, welche sich nun über diese Epochen erstreckt!

Der Fall im Fall, die Erbsünde: Noch einmal vertiefend, damit es ganz klar wird, was es war, was Adam und Eva zu Fall brachte (denn dies ist ganz wichtig, genau zu verstehen):
Es hat einen Sinn, dass das UR-Werk in dieser Welten-Wende-Zeit offenbart wurde. Wir sollen da Stück für Stück wieder in die UR-Ordnung zurückgeführt werden, und da ist es wichtig, die UR-Ordnung auch zu kennen. Genau das passierte aber schon bei Adam und Eva. Die beiden sollten, wie im PARADIES, in die UR-Ordnung zurückführen, auch was die Sexualität betrifft. –

Die Vorstellung, dass die Sexualität nun hier fallbedingt natürlich und nun einmal da sei, eine solche Philosophie hätte auch die Schlange (Sadhana) zu Eva sagen können, um sie genau dadurch zu verführen und zu programmieren und sie daran zu hindern, die primäre Urschuld-Lust gewaltig aufzuheben. Ein ganzes Geschlecht hätte darauf beruht. Was für ein großer Schritt zurück in die UR-Ordnung hätte da vollzogen werden können.

Wenn man sich dessen bewusst wird, dann versteht man auch die Erbsünde, die sexuelle Lust bis hin zu den ärgsten Entartungen. Das ist der Sinn des Auftrages von Adam und Eva. Da wäre es für alle anderen Fallrassen nicht möglich gewesen, dagegen anzukommen.

Ich weiß, dass wir das alle zusammen nicht gerne hören wollen. Daran können wir aber auch sehen, was diese sexuelle Energie fallbedingt alles vermag. Da drehen wir lieber geistige Inhalte so, dass wir dann doch Sex haben können. Doch wir können die Begierden etc. nicht bekämpfen, da sie uns sonst noch verstärkt beherrschen würden. Wir brauchen sie aber auch nicht zu verharmlosen und fallbedingt als nun einmal gegeben hinstellen und beschwichtigen oder gar unsere eigene Sexualität damit rechtfertigen. Wir können das alles nur zerlieben. So auch die sexuellen Energien. Doch selbst da sollte dann der VATER mit dabei sein in einem ersten Umkehrschritt.

So wie ich einmal las: „Wenn wir hier auf der Erde den ersten Schritt schaffen, ist das schon viel.“ Adam und Eva jedoch hätten, davon gehe ich mit angrenzender Wahrscheinlichkeit aus, hier einfach nicht fallbedingt, sondern ganz klar zurückführen können in eine urbedingte Vereinigung nach einem Ordnungsplan. Doch sie sind der Lust verfallen. Hier sollte die „angeblich natürliche“ Sexualität in einem ersten gewaltigen Schritt in die UR-Ordnung (urbedingt) durch einen bewussten Rückkehr-Akt vollzogen hätte werden können, sollen, dürfen.

Was bedeutet „Zerlieben“?:
„Das Leid besteht nicht nur aus Krankheit und Verfolgung. Das Leid besteht auch in inneren Anfechtungen, Begierden und Süchten, die eure Seele gefangen genommen haben. ICH sagte euch: ‚Ihr könnt nicht gegen die Sünde kämpfen!‘ In einem solchen Kampfe gewinnt die Sünde an Kraft, und die Sünde – die Begierde und Anfechtung – wird stark und besiegt die Seele. Ich habe gesagt: ‚Liebet, liebet, liebet trotz Anfechtung, Begierde und Sünde‘, dann zerliebt ihr die Finsternis!“ (Aus „UR – das wahre Ziel“, Heft 33, http://anita-wolf.de/heft 33.pdf – Seite 15.)

Es ist ja gerade aktuell die Jugendumfrage der „Generation WHAT“ in aller Munde. Da ist z. B. ganz interessant, dass 30 Prozent der Jugendlichen angaben, auch ohne Sexualität leben zu können. Das ist ganz gewaltig. Auch bei den Priestern ist das ja immer wieder Thema. Es sollte natürlich frei in der Entscheidung sein, doch bereits in der Bibel gibt Jesus den Hinweis: „Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmels willen. Wer es fassen kann, der fasse es!“ Matthäus 19,12 – vgl. auch weiter Stellen wie z. B. 1. Kor. 7, 1-9 + 25-38:

1 Wovon ihr mir aber geschrieben habt, darauf antworte ich: Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren.
2 Aber um Unzucht zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann.
3 Der Mann gebe der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann.
4 Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau.
5 Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn eine Zeit lang, wenn beide es wollen, dass ihr zum Beten Ruhe habt; und dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt.
6 Das sage ich aber als Erlaubnis und nicht als Gebot.
7 Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so.
8 Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich.
9 Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser zu heiraten, als in Begierde zu brennen.

25 Über die Jungfrauen habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung als einer, der durch die Barmherzigkeit des Herrn verlässlich ist.
26 So meine ich nun, solches sei gut um der kommenden Not willen: Es ist gut für den Menschen, in dem Stand zu bleiben, in dem er ist.
27 Bist du an eine Frau gebunden, so suche nicht, von ihr loszukommen; bist du nicht gebunden, so suche keine Frau.
28 Wenn du aber doch heiratest, sündigst du nicht, und wenn eine Jungfrau heiratet, sündigt sie nicht; doch werden solche in äußere Bedrängnis kommen. Ich aber möchte euch gerne schonen.
29 Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Auch sollen die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine;
30 und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht;
31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.
32 Ich möchte aber, dass ihr ohne Sorge seid. Wer ledig ist, der sorgt sich um die Sache des Herrn, wie er dem Herrn gefalle;
33 wer aber verheiratet ist, der sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er der Frau gefalle,
34 und so ist er geteilten Herzens. Und die ledige Frau und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, dass sie heilig seien am Leib und auch am Geist; aber die verheiratete Frau sorgt sich um die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefalle.
35 Das aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen; nicht um euch in einem Netz zu fangen, sondern damit es recht zugehe und ihr stets und ungehindert dem Herrn dienen könnt.
36 Wenn aber jemand meint, er handle unrecht an seiner Jungfrau – wenn die Zeit längst reif ist und es geschehen soll, so tue er, was er will; er sündigt nicht, sie sollen heiraten.
37 Wer aber in seinem Herzen fest bleibt und nicht unter Zwang steht, sondern seinen freien Willen hat und in seinem Herzen beschließt, seine Jungfrau unberührt zu lassen, der tut gut daran.
38 Also, wer seine Jungfrau heiratet, der handelt gut; wer sie aber nicht heiratet, der handelt besser.

Es wird die Ehelosigkeit bzw. die sexuelle Abstinenz hier sogar im Vers 1 als gut dargestellt. Damit es aber zu keiner Unzucht komme, soll man sich binden. Was soviel heißt: Wenn Du nicht anders kannst, dann lebe es in der Partnerschaft. Ich habe da auch einmal bei Lorber gelesen, wie Jesus davon berichtet, wie er diese Begierden durch schwere körperliche Arbeit und Fasten ertragen und überwunden habe. Denn Jesus sagt ganz klar, dass all das, was auch wir tragen und ertragen, auch er getragen und ertragen hat – und noch viel mehr. Das sind Auswirkungen des Falles, aber ebenso der Erbsünde.

Da tut sich schon wirklich viel, wenn ein gesamtes Drittel der Jugendlichen da ohne Sexualität leben könnte. Reife Seelen? Der wirkende Zeit(UR)geist auf allen Ebenen? Es tut sich wirklich viel.
In diesem Lichte ist jeder sexuelle Akt ein „Lustakt“, da er fallbedingt nicht der Zeugung dient. Möge hier weltlich die Sexualität durchaus in Verbindung stehen mit dem Wunsch nach Vereinigung. Ist es aber wirklich der Wunsch nach Vereinigung oder doch auch zugleich ein weltliches Bedürfnis? Zur wirklichen Vereinigung ist Sexualität aber nicht notwendig auf einer höheren Stufe. Wir lesen im Griechischen die Worte: „Sexus“, „Eros“, „Agape“, „Philia“.

„Sexus“ spricht für sich.

„Eros“ kann man mit „Lebenszärtlichkeit“ übersetzen, also nicht alleinig auf Partnerschaft bezogen – wie etwa kuscheln oder als „Vorspiel“. Es ist die Zärtlichkeit, so meine ich, wie wir im UR-WERK lesen, dass auch z. B. Orytam liebkost wird (siehe Kapitel 10, 6. Tag, 604).
Oder der „Jüngling“, welcher herzt und kosend segnet: 10,369. –
Oder UR schon bei Sadhana ganz zu Beginn am ersten Schöpfungstag: 5,111

„Agape“ ist die freundschaftliche Liebe. Die Freundschaft im Geben und Nehmen, im gegenseitigen Dienst, im Dasein. In der Seelsorge. Das, was wir tun und geben können. Wobei ich gerne sage: „DA-SEIN“, mehr können wir nicht. Ein Freund ist DA, das ist sein SEIN!

„Philia“ ist die Krönung: die fürsorgliche Liebe!!
Und genau das sollten Adam und Eva aber tun. Sich wirklich lieben, auch ohne Sexualität, wenn es nicht wie urbedingt der Kinderzeugung diente, so wie es sich aktuell 30 Prozent der Jugendlichen vorstellen können und selbst die Bibel schon davon berichtet.

So hart es klingt, aber die alten Katholiken haben in manchen Aspekten doch nicht so unrecht. Da haben sich schon Wahrheiten erhalten, welche für uns einfach auch unbequem geworden sind.

Da fällt dann natürlich auch mit hinein, dass man weltlich zum Teil so sehr verliebt ist und darüber hinaus wirklich in „Liebe fällt“ (to fall in love), dass man selbst am eigenen Leib spürt, da ist jetzt so viel Liebe, dass da jetzt Sexualität wirklich gar nicht mehr wichtig ist. Ganz im Gegenteil. Da ist die Erfüllung einer körperlichen Nähe völlig ausreichend. So wie wir im UR-Werk ebenso von „liebkosen“ und „kosen“ lesen, was in der griechischen Wort-Vierwesenheit dem Eros sehr nahe kommt, was man mit „Lebenszärtlichkeit“ umschreiben kann.
Hier ein Auszug dazu aus dem UR-WERK, und passend, ORYTAM (geistiger Name von Adam im Lichtreich):
10-604 „Ein heller Strahl trifft Orytam. URs segnende Antwort besteht darin, dass der Engel wie Rafael im Gottesschoße ruhen darf. Orytams Antwort ist eine Schöpfungsantwort. Sadhana und die Fürsten kosen ihn; er hat für alle recht geredet. UR beruft Rafael zu sich. Im Nu steht er, mit ehrfurchtsvollem Neigen, zur Linken des All-Heiligen und schaut Ihn in Dienstbereitschaft an.“
Sie kosen Orytam. Und genau das meine ich. In dieser reinen Liebe, da hat man da dann primär gar kein Bedürfnis mehr nach Sexualität. Es kann irdisch noch dazukommen, dann ist das ganz in Ordnung, wenn man da wirklich Partnerschaft lebt, dann zerliebt man in dieser tiefen Liebe dann die Sexualität. Doch darf man es eben nicht einfach so als gegeben und in Ordnung hinstellen. Es ist und bleibt ein Zerlieben hin zum himmlischen KOSEN und LIEBKOSEN!!

So ist also die in dieser Welt „normale“ Sexualität eben nicht normal und genau hier war die Rückkehr in die UR-Ordnung der Auftrag von Adam und Eva. Doch eben nicht nur eine „interpretierte“ Vereinigung unter sich und mit dem Vater, sondern wirklich Sexualität im Sinne einer Kindzeugung ALLEINIG!!!!!! – Wirklich wie im Lichtreiche – URBEDINGT!!!!

„Durch die unbefleckte Empfängnis wurde durch Maria zugleich Evas Sünde getilgt.[1] Getilgt die Schuld-Tat-Entität, dennoch gibt es die Auswirkungen jenes Ungehorsams der Zeitkraft nach bis zum letzten Atemzug der Welt[2], woraus wir hier als einen der möglichen Aspekte die Erlösung als eine person- und prinziphafte erkennen können. Die Erlösung befreit nicht von Wiedergutmachung.[3]“
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[1] vgl. Anita Wolf, Die Geburt, Anita-Wolf-Freundeskreis e.V., Stuttgart, Vers 55
„Willst du deine Jungfräulichkeit opfern, um den Samen Meines Heiligen Geistes aufzunehmen, Ihn unter Schmerzen zu gebären, mit noch größeren Schmerzen sterben zu sehen und selbst auch Hohn und Hass der Welt auf dich nehmen? Du kannst damit Evas Sünde tilgen! Denn siehe, du wirst ein Kind haben, aber keinen Sohn; denn der aus dem Kind gewordene Sohn ist bestimmt, der Welt zu gehören, sie zu erlösen und wird daher auch der ‚Menschensohn‘ genannt.“
[2] vgl. A. WOLF, UR-WERK, 10,1476 (Zitat siehe oben)
[3] vgl. die Ausführungen zur Wechselwirkung von Erlösung und Wiedergutmachung im UR-WERK. Exemplarisch: A. WOLF, UR-WERK, 10,1019 – Wiedergutmachung möglich (was überhaupt möglich ist) durch die Erlösung und vollerlöst durch UR als Jesus Christus. Die gebundene und die freie Gnade.
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Es ging also nicht um eine Vereinigung mit dem VATER aus weltlicher Sicht der Sexualität, sondern um eine „Kindzeugung“ mit dem VATER im Sinne der UR-Ordnung, und das ist ein gewaltiger Unterschied! Sadhana sah die GEBALLTEN Seelenkraftanteile der LUST am SCHAFFEN von ihr selbst in den beiden (von den beiden getragen) und dass diese nun geläutert werden konnten. Welche Ausmaße für das Falluniversum!!! Sowohl im Energiebereich, wie in der Geburt einer „himmlischen Rasse“. Sie musste alles daran setzen, das zu verhindern. Und es gelang ihr, so konnte diese Seelenkraft nicht geläutert werden und auch das REINE GESCHLECHT nicht in diesem Maße geboren werden; und das ist jetzt die Seelenkraft der Erbsünde. Nun nehmen wir seit Adam und Eva die sexuelle Energie von allen seit damals inkarnierten Menschen zusammen und dass diese Energie bis zum Ende ALLER Materie existent sein wird und dann haben wir wahrscheinlich eine Vorstellung von dem, was Adam und Eva zu tragen hatten!

(10,1468) „Die erkannten Kosmoskräfte würden der Erde große Hilfestellung erweisen, wendeten die Menschen sie statt zu vernichtendem Machwerk in jeder Hinsicht zur Verbesserung des Lebens an. Da aber ihr Erfindungsvorstoß weit mehr zu gegenseitiger Schädigung ausgenutzt wird, kann die Schwingung des Kosmos kaum anderes offenbaren, als die Verderben wollenden Gedanken der Menschen bringen. Ihr seht den gewaltigen Einbruch kosmischer Kräfte in den nahen Erdbereich; und Noahs Sintflut ist demgegenüber eine Gnadenzeit zu nennen.“ („UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“)
Das sind teils noch Auswirkungen jener Sünde, da sich einer hinter dem anderen verstecken wollte, weil die Weisheit mit dem Verluste Edens auch verloren war. Es bleibt die alte Erbsünde daher bis zum letzten Atemzug der Welt bestehen; sie wird erst ausgelöscht, wenn andere Sünden nicht mehr existieren. (Aus „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“)

Dieser Auftrag des Sexualtriebs war bis Adam und Eva wahrscheinlich noch nicht in diesem Ausmaße vorhanden. Sehr wohl möglich vereinzelt bei den Lichtkindern, aber nicht im großen Wurf. Sehr wohl im einzelnen Menschsein, aber nicht als GROSSAUFTRAG. Dazu die Anweisungen zur Treue in der Partnerschaft. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass der Sexualtrieb bis zu einem gewissen Grad von UR ja auch darum geduldet wurde, damit Kinder gezeugt werden und so die Seelen zur Inkarnation kommen können. Das dürfte also bis Adam und Eva nicht das GROSSE Thema gewesen sein.

Umso mehr aber können wir daraus erkennen, dass es einmal an der Zeit sein würde, hier ebenso einen großen und gewaltigen Schritt Richtung Lichtheimat zu beschreiten. Und diese Aufgabe war für Adam und Eva bestimmt. Es ist für mich aus Sicht des UR-WERKES von Seelenkraftanteilen, schöpferischer Missbrauch durch Lust usw. die mir mögliche einzige tief-geistige Erklärung. Dazu passen sowohl die Ausführungen von Anita Wolf und ebenso die biblischen Auszüge. Ich sehe hierin keinen Widerspruch, vor allem nicht aus der UR-Lehre heraus im Sinne einer bestimmten Tiefe der UR-Lehre.

Das Schaffen ohne den Segen des Vaters, das ist die Sünde. Man muss sich, wie bisher ausgeführt, nur klar werden, welche Ausmaße das hatte, da es um einen gewaltigen Schritt zurück ins Vaterhaus ging. Ob Sadhana (Luzifer als „Schlange“ auftretend) da etwas inszenierte? Ich nehme eher an, dass sie die beiden doppelzüngig wie eine Schlange davon überzeugen wollte (und auch schaffte), dass dieser Sexualtrieb auf der Welt normal sei und dieser vielleicht sogar von UR gewollt wäre, um aus dieser Lust dem Vater eine Freude zu machen, wenn sie aus sich selbst heraus IHM ein Kind schenken würden, ein Kind dieser Lust. Denn genau das tat Sadhana ja, KINDER AUS SICH SELBST ZEUGEN!

Adam und Eva sind ein Spiegel von Sadhana. Sie hätten das schaffen können, was Sadhana nicht schaffte. Ebenso Judas beim Verrat. Deshalb lesen wir ja:
10-1172 Wie Adam und Eva durch die Strafe gesegnet wurden, also trotzdem Judas.
Er ist die menschlich-geschichtliche Gestalt des verlorenen Sohnes; aber Luzifer ist es selbst. All das heilige Werk, das als ‚zugedecktes Geheimnis‘ zwischen JESU, Luzifer, Adam und auch Judas waltet, bleibt der Erden Endzeit vorbehalten.

Wenn aus der Erlösung das verlorene Kind den Heimweg antreten kann und das Ende dieses Weges nahe herbeigekommen ist, dann erscheint auch das Geheimnis, wie viele andere, im herrlichsten Glanz des offenen Himmels! – („UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“)
Ich nehme ganz stark an, dass sowohl Adam und Eva als auch Judas wirklich in der Tat die menschlich-geschichtliche Gestalt des verlorenen Sohnes (orangefarbener Text) verkörperten. Aber dennoch ist es Luzifer selbst (lilafarbener Text). Zugleich auch jeweils eine zweite Chance für Sadhana, das ist ganz, ganz wichtig zu erkennen. Wir Menschen und selbst die Fürsten (die sieben Urerzengel mit ihren Dualen) lernen, dass wir an Sadhanas Stelle um keinen Deut besser sind, wir alle wären ebenso gefallen. Zugleich bekam Sadhana jeweils stets erneute Chancen, und Adam und Eva sind da gewaltige Beispiele. Nicht umsonst schrieb ich, dass es der Sündenfall in der UR-Schuld ist. Es ist eine Spiegelung des primären Falles, energetisch die Lust des Egos an der Schöpferfrucht und in der Tat der nicht gesegneten Kindzeugung. Ganz einfach. Ein ganz einfacher Spiegel. In diesem Lichte können wir eben auch das „zugedeckte Geheimnis“ (roter Text) jetzt schon ansatzweise erkennen dürfen, so meine ich.
Zur Inszenierung, sodass dann Eva zu Adam ging, noch einmal diesen Auszug aus Anita Wolf, „Fern von der Erde her“: „Noch ein Wort; das andere nimmt seinen Lauf, wie GOTT es will, auch wenn du Ihn vor mir verklagst. Verklagen kann man nur vor einer Rechtsperson, die über dem Verklagten und dem Kläger steht. Sage an: Wer steht über Gott? Hat nicht auch Adam Gott verklagt, indem er sagte: ‚Das Weib, das DU mir gabst …‘ (1. Mo. 3, 12)? Er hatte selber Schuld; er war der Ältere, Stärkere. Gott hatte ihn belehrt. Durch eigene Beharrlichkeit schürte er – zwar ungewollt – den Trieb des Weibes, statt ihn einzudämmen.
Aus dem blau markierten Text heraus ist anzunehmen, dass es da wirklich alleinig eine so dermaßen ARGE Verführung war, dass die beiden alleine „tätig“ wurden und es gar keiner Inszenierung bedurfte, der Trieb alleine reichte völlig aus – samt der Verführung dazu.

Der Auftrag von Adam und Eva war die Rückführung der Sexualität in die UR-Ordnung. Und die Sexualität ist nun einmal ein Akt der Kinderzeugung. Ich weiß, dass das für uns allesamt sehr hart ist und wir das nicht hören wollen und meinen, dass doch der sexuelle Akt als Zeichen der Liebe ganz in Ordnung ist. Aber nein. Wirkliche Liebe und Vereinigung braucht keine Sexualität. Es ist hart zu erkennen, wie weit wir da selbst von der UR-Ordnung weg sind. Es ist eben wirklich schon viel, wenn wir auf der Welt den ersten Schritt schaffen. – Und dieser Schritt, um es zu wiederholen, ist: ZERLIEBEN!

Wir sollen in Treue und aus Liebe uns vereinigen, wenn wir es nicht ohne Sexualität schaffen und im Bewusstsein mit dem Vater. Das jedoch aus der Erbsünde heraus, das betrifft aber nicht ADAM und EVA!
Anmerkung: Es ist auch ganz klar, dass da UR sicher nichts dagegen hat. Ganz im Gegenteil, das ist ja liebevoll und genau in jenem ZERLIEBEN als erster Schritt zu sehen, wobei hier schon Gott auch noch mit involviert werden möchte. Doch man darf hierauf nicht auf den Auftrag von Adam und Eva schließen. Da ging es noch um weitaus mehr! Die beiden sollten die Sexualität in die UR-Ordnung zurückführen.

Ich weiß, dass manche Menschen auf Biegen und Brechen bestreiten, was ich hier schreibe, weil sie ihre Sexualität einfach leben möchten. Ja, das tun wir im Grunde alle. Ich sehe das aber anders. Damit es klar ist, ich reihe mich in das ZERLIEBEN als ersten Schritt ein, auch auf meine eigene Sexualität bezogen. Das heißt nicht, dass ich da etwas schaffe, was Adam und Eva selbst nicht schafften. Dennoch ich es selbst nicht schaffe im Sinne des Auftrages von Adam und Eva, bin ich überzeugt, dass dies der Auftrag von Adam und Eva war; wie ich ebenso von der Gabe der Ehelosigkeit überzeugt bin und davon, dass es Sinn macht, bewusst Sexualität nicht zu leben. Es war ein gewaltiger Auftrag für die beiden Wächterengel Orytam und Hagar, welche Adam und Eva waren.

Es ist eine Spiegelung des primären Falles, energetisch die Lust des Egos an der Schöpferfrucht und in der Tat der nicht gesegneten Kindzeugung. Ganz einfach. Ein ganz einfacher Spiegel. In diesem Lichte können wir eben auch das „zugedeckte Geheimnis“ jetzt schon ansatzweise erkennen dürfen, so meine ich.

Es sind Schlagworte zu nennen: Lust am eigenen Schaffen, ich mache selber ohne die Reife zu haben, Schaffensabweichung (Sadhana: (9-138) „Ich will! Werde eine allerschönste Sonne!“) usw. Vergleichbar wiederum Sich-führen-Lassen und Selber-Gehen.

Und das ist die Erbsünde durch Adam und Eva, welche sich ganz unabhängig von der Geschichtsschreibung in jedem von uns auswirkt. Die beiden wurden von der Schlange zu diesem Akte verführt, welchen sie, Sadhana, selbst primär begangen hatte. – So möchte ich hier ergänzen: Es wurde der Akt aus Lust am eigenen Schaffen begangen und nicht nach Gottes Ordnung und mit Gott. Keine Vereinigung zu „dritt“. Und genau darum wird unter Schmerzen geboren. Ja, was hätte das denn bewirkt für Sadhana und ihren Anhang, wenn da jetzt ein Menschengeschlecht durch einen ersten Erbfolgen „geboren“ wird, welcher nicht aus sich selbst (Ich will! Werde eine allerschönste Sonne!) an der Lust des Schaffens gezeugt worden wäre, sondern in der ORDNUNG und mit Gott, sozusagen zu DRITT!

Sadhana hatte in der Tat alles aufgefahren, und zwar die beiden zur Vereinigung im Sinne von „Selber-Gehen“ zu verführen, wo es geheißen hätte: „Sich-führen-Lassen“. Es wäre „Ich will! Werde eine allerschönste …“ durchbrochen worden. Das ICH WILL = EGO, das musste lebendig gehalten werden. Und wenn man sich darüber klar wird, was da wirklich auf dem Spiel stand, dass nämlich hier ein gewaltig großes Stück in die Ordnung zurückgeführt werden hätte können, doch wiederum die LUST des EGO den Durchbruch schaffte, dann versteht man auch die Erbsünde und den Verlust des Paradieses. Für mich erklärt das ganz klar die Erbsünde als solche, welche ja jeder von uns am eigenen Leib spürt als sexuelle Triebkraft. Es wäre eine „selbstbeherrschte“ Rasse bzw. ein „selbstbeherrschtes“ Geschlecht entstanden, welches in der ORDNUNGSLIEBE des Ausgleichs zwischen Sich-führen-Lassen und Selber-Gehen absolute, lass mich an dieser Stelle sagen, MACHT gehabt hätte. Über sich selbst und somit über alle Fallgeschöpfe.
Wer das Vorangegangene gelesen hat, der kann nun auch diese Textstelle aus den Offenbarungswerken von Jakob Lorber in großer Tiefe verstehen:

Zitat:
1. Die Sexualkraft – Grundkraft des Lebens

(Quelle: http://www.lorber-jakob.com/iv-ehe-und-familie/sexualitaet/ )

Die Sexualkraft ist unsere elementare Lebenskraft. Als Grundkraft des Lebens ist sie der eigentliche Lebenssinn der Seele, d.h. der zur Ausbildung des in der Seele wohnenden Geistes notwendige Seelenätherstoff. (GEJ.08_041,01-08 [„Großes Evangelium Johannes“, Bände 1–11])

Wird diese Kraft, die dem Menschen zur Vergeistigung seines Ichs und zur alleinigen Kinderzeugung gegeben ist (GEJ.03_215,11; GEJ.04_231,03; RB.02_203,18 [„Robert Blum“]), einem tierischen Trieb gleichend nur für die stumme Befriedigung seiner Begierden benutzt, dann vergeudet der Mensch diese seine besten Kräfte durch das Verpuffen seiner alleredelsten Lebenssäfte, seines Seelenätherlebensstoffs. Es fehlt ihm dann nicht nur ein Vorrat, aus dem sich am Ende ein stets intensiveres Licht in der Seele hätte ansammeln können (GEJ.04_230,02; GEJ.08_041,06), sondern die Seele vergräbt sich dadurch auch in das Fleisch und verhindert dadurch die Wachwerdung des Geistes in ihr (GEJ.02_210,11-12; GEJ.06_068,08; GEJ.08_041,07; RB.01_035,10).

Aus diesem Grund wird die Hurerei, die ein Dienen der Unkeuschheit nach aller Lebenskraft ist, als das gefährlichste aller Übel bezeichnet, da sie nicht wie alle anderen Sünden außer dem Leib, sondern im Menschen selbst begangen wird und somit Seele und Geist verdirbt (GEJ.01_086,03).

Denn wer seinem Fleisch wohltut und durch Wollust zu ergötzen sucht, der nährt seine eigene Sünde und räumt durch die Wollust des Fleisches dem ewigen Tod alle Gewalt über sich ein (HGt.01_001,10; HGt.02_089,05 [„Haushaltung Gottes“]).

Durch häufigen Geschlechtsverkehr, Partnerwechsel und Selbstbefriedigung wird die Sexualkraft, die den Menschen körperlich, seelisch und geistig veredeln sollte, in eine gefährliche Kraft negiert, die ihn anstatt zu unterstützen an seiner Entwicklung hindert. Die Grundkraft des Lebens wird nicht mehr zur Vervollkommnung des Ichs gesammelt, sondern nach außen zerstreut, wo sie sich im Tod verliert (HGt.01_089,10).

Der Wollustkitzel ist ein Kunstgriff des Satans (GEJ.01_086,08), denn unkeusche Menschen werden immer träger und genusssüchtigere Wesen, die immer seltener eines helleren Gedankens fähig und nur schwer etwas Geistiges zu begreifen im Stande sind. Sie wachsen gleichsam in Furchtsamkeit, Feigheit, Materialismus, Launischsein, Selbstsucht, Neid und Eifersucht, da ihre Phantasie immer im Reiz des Fleisches umherschweift und sich nimmer zu etwas Höherem und Geistigem emporzuheben vermag (GEJ.04_230,03).

Also wird durch die Unzucht der Geist ganz in die grob-fleischlich-materielle Liebe herabgezogen, was ein ständiges Streben nach Genuss mit sich zieht und zugleich eine geistige Höherentwicklung verhindert (GS.02_106,10 [„Geistige Sonne“]; RB.01_035,10).

Dieses Vergraben der Seele in das Fleisch macht die geistige Wiedergeburt unmöglich (GEJ.03_066,13; GEJ.04_230,09; GEJ.08_041,07).

Außerdem macht Unkeuschheit das Herz des Menschen härter, gefühlloser und unbarmherziger gegen die Nebenmenschen, und er liebt am Ende nichts anderes als sich selbst (GS.02_113,05).

Solch ein Mensch flieht dann Gottes Wort, das ihn vor der bösen Begierde mahnt, bis er blind und taub für alles Wahre und Gute des Geistes und schließlich auch zum Feind aller Gläubigen wird (GEJ.01_086,03; GEJ.08_041,01).

Alle Motive, sich seiner Sexualkraft außerhalb der göttlichen Ordnung zu bedienen, sind eigenliebige, selbst- und genusssüchtige (GS.02_080,20).

Urheber dafür sind Müßiggang (GEJ.03_066,10), Hoffart und Hochmut (GEJ.06_056,01), das Schwelgen und Prassen, was die Seele sinnlich-materiell macht (GEJ.01_207,02), sowie allerlei weitere sinnliche Genüsse, die die Naturgeister im Leib aktivieren und den Reiz zu noch mehr sinnlichem Genuss antreiben (GEJ.02_210,11). Die Folgen davon können schwere und unheilbare Krankheiten, Seuchen, Unfruchtbarkeit und Besessenheit sein (GEJ.04_080,02; GEJ.06_056,02; GEJ.06_187,08).

Bei einem keusch geführten und tatkräftig nach der uns gegebenen Lehre Jesu ausgerichteten Leben verbindet sich unsere Elementarkraft immer mehr mit unserem Geist, was zu einer stets wachsenden Selbsterkenntnis und letztendlich zur Vervollkommnung führt, und man kann immer leichter allen argen und rohen Naturgeistern, die die in uns wohnenden Begierden und Leidenschaften zu wecken versuchen, widerstehen (GEJ.08_189,17; GEJ.08_041,07).

Jakob Lorber an seinen Bruder: „Du mögest nur beständig sein in deiner Liebe und billigen Gerechtigkeit. Und du mögest dich, aus Liebe zu Ihm, so viel als möglich vom Beischlafe enthalten, der bloß auf sinnliche Befriedigung abgesehen ist. Dann sollst du auch bald einen so geweckten Geist haben, vor dessen Blicken der Mittelpunkt der Erde wie ein Wassertropfen unter dem Mikroskop enthüllt liegen soll. Denn so spricht der Herr: „Sage ihm, Ich bin ein wahrer Gott allen, die Mich lieben und Meine Gebote halten! – Wer da sich reiniget in Meiner Liebe, der wird den Tod ewig nicht sehen, auch wenn sein Leib tausendmal gestorben wäre. Denn wahrlich, sage Ich, es gibt nirgends ein Leben als in Mir. Und nun ist nahe gekommen die große Zeit der Zeiten! Wer Mich aber liebt, zu dem werde Ich kommen und ihn gar wohl schmecken lassen die Stärke Meiner Liebe und die große Kraft Meiner endlosen Gnade.“

O liebster Bruder, denke ja nicht, dass das Worte meiner Erfindung seien. Sie kommen aus dem höchsten aller Himmel. Daher beachte sie wohl in deinem Herzen! O Bruder, es liegt Unendliches hinter ihnen verborgen“ (HiG.01_40.08.24,02-04 [„Himmelsgaben“]).

2. Sexualität nach Gottes Ordnung

Wie wir vorstehend gesehen haben, ist die Sexualkraft die Grundkraft unseres Lebens, die nach Gottes Ordnung weise zu gebrauchen ist. Sie soll unserer Fortpflanzung dienen, d.h. zur Zeugung neuen Lebens, dessen Bestimmung es ist, sich zu einem wahren Kind Gottes zu entwickeln. Daher sollte auch von dieser Kraft nicht vor der dazu nötigen Reife Gebrauch gemacht werden.

2.1. Das erste Menschenpaar

Aus diesem Grund gebot Gott dem ersten Menschenpaar die Reifezeit abzuwarten:

„Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon isst, wirst du des Todes sterben.“ (1. Mose 2,16-17).

Der Herr zu Adam und Eva: „Nun sehet, ihr erlerntet nun alles, ihr kennt nun alles und könnt den Gebrauch machen von allem bis auf eines, und dieses Letzte will Ich euch jetzt lehren und die Kraft in euch legen zur Fortzeugung und Fortpflanzung euresgleichen; aber ihr dürft davon erst dann Gebrauch machen, wenn Ich wiederkommen werde, euch bekleidet werde finden mit dem Kleide des Gehorsams, der Demut, der Treue und der gerechten Unschuld. Wehe aber euch, so Ich euch nackt finde [d.h. ungehorsam, untreu und schuldig]; Ich werde euch verstoßen, und der Tod wird die Folge sein!“ (HGt.01_007,15).

Durch die Versuchung der Schlange wurden Adam und Eva ungehorsam und haben, von ihren Begierden getrieben, frühzeitig vom Baum der Erkenntnis gegessen (HGt.01_008): „Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß. Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze“ (1. Mose 3,06-07).

Adam und Eva erkannten ihre Schuld und bereuten zutiefst ihre Tat. Da erbarmte sich Gott in Seiner Liebe und nahm sie, auch wenn sie ihrer gerechten Strafe (Vertreibung aus dem Paradies) nicht enthoben wurden, dennoch wieder an (HGt.01_009).

Er mahnte sie, in der Folge Seine Gebote streng zu halten (HGt.01_009,27-29), und segnete sie: „Und so seid denn gesegnet von der Hand der Macht und von der Hand der Kraft der ewigen Liebe des heiligen Vaters und der Kraft des Geistes, die heilig ist aus Uns beiden, und befruchtet und mehret euch und erfüllet die Erde mit der lebendigen Frucht dieses Segens! Und allezeit, sooft ihr euch nahen werdet dieses Segens wegen, so opfert Mir zuvor eure Herzen! So ihr dieses unterlassen werdet, so wird die Schlange, die noch lebt und auch leben wird ewiglich im Grimm der Gottheit, die Frucht in euch verderben, und du, Eva, und alle deines Geschlechtes werden statt einer Frucht des Segens eine Frucht des Verderbens zur Welt bringen. Und diese werden zugrunde richten die Kinder des Segens und Lichtes in großer Anzahl, und ihres Tobens und Wütens wird kein Ende sein; und so werdet ihr die Sünde als Erbe an alle übergehen lassen, und eure Schuld wird sichtbar werden bis zur großen Zeit der Zeiten und auch nach derselben“ (HGt.01_010,13-14).

2.2. Kain und Abel

Als Kain geboren wurde, stiegen in Adam und Eva Zweifel auf, ob sie ihn als Frucht ihres Ungehorsams behalten oder verstoßen sollten. Da kam ein Engel zu ihnen und sprach: „Sehet, diese Frucht ist für euch keine Sünde mehr; wohl aber ist sie die Folge des dreifachen Ungehorsams gegen Gott und ist der Tod eures Fleisches, den ihr erzeugt habt in eurem Fleische durch eure Begierde in der Selbstsucht. Ihr dürfet diese Frucht nicht wegschleudern von euch, sondern nach dem Willen von oben behaltet sie zum Zeugnisse über euch selbst und eurer Demütigung, damit ihr derzeit erfahren möget, wie durch euch die Sünde und durch die Sünde aber der Tod in die Welt gekommen ist; die Frucht selbst aber sollet ihr ,Cahin‘, oder ,Todbringer‘, benennen!“ (HGt.01_011,09).

So unterwies auch Gott Kain, wie er sein Leben in Seiner Ordnung zu führen habe (HGt.01_017,12-14), was sich auch auf die Sexualität erstreckte: „Und so soll er leben und mehren sein Geschlecht; jedoch soll er Mir sein Herz zuvor dreimal und das Herz Ahars [seiner Frau] siebenmal opfern. So er das unterlassen wird, dann wird seine Untreue [gegenüber Gottes Gebot] am Tage [d.h. erkennbar] sein, und er wird werden ein Böser, und die Schlange wird leben durch ihn und wird leben fort und fort hernach in allen seinen Töchtern, die dadurch schön werden von außen, aber desto hässlicher von innen, und werden verderben alle seine Söhne und werden anstecken mit ihrem Gift die Kinder Meiner Liebe und Mir abwendig machen Meine Söhne. Und Ich werde einst sein Geschlecht ganz vertilgen von der Erde! Das alles sage du ihm fest, und erinnere ihn dabei Meines heiligen Namens Jehova!“ (HGt.01_017,15-16)
In der Folge lebten Adam und Eva streng und musterhaft nach Gottes Ordnung und zeugten nach Seinem Willen zu der ihnen angegebenen Zeit Abel als „Sohn des Segens“ (HGt.01_011,12-25).
Zitat Ende

Die Kinder und Kindeskinder stehen mit ihren Verwandten in Wechselbeziehung, so dass auch umgekehrt, wenn ein Kind eine Negativverhaltensweise überwindet, dies den Eltern hilft, auch einen Entwicklungsschritt weiterzukommen, was oft zu beobachten ist. Allerdings hilft es dem Kind nicht, wenn es sagt, dass es ja in Wirklichkeit stellvertretend für die Eltern oder jemanden anderen aus der Generationenfolge etwas übernommen hat und nun sagt: „Was immer eure Schuld war, ich lasse sie bei euch. Ich bin nur ein Kind“, wie ein zeitgenössischer Psychoanalytiker seine Klienten sagen lässt. Hier gilt es zu verstehen, dass das Kind wirklich stellvertretend etwas übernommen hat, und zwar voll und ganz, weil jedes inkarnierende Wesen Anteile vom Gesamtfallgeschehen mit übernimmt. Es wird das Übernommene wie sein Eigenes in voller Verantwortung erlösen müssen. Unsere Erfahrung mit vielen Menschen zeigte, dass nur dieses wirklich zu einer Heilung führte. Das Schuld-von-sich-Schieben auf den Urheber war nur von zeitweiliger Linderung, weil das Rückführungsgeschehen der gefallenen Wesen nicht beachtet worden war.
So kommen die Helfer aus den Lichtreichen in dieses Falluniversum und zeigen den Gefallenen durch eigene Überwindung der Negativverhaltensweisen, wie der Rückweg zu schaffen ist. Und so begann eine Milliarden Jahre dauernde Vorbereitungsarbeit, in der unzählige Helfer aus den Lichtreichen in dieses dunkle Universum hinabstiegen, bevor dann Christus auf die Erde kam. Jeder Helfer aus den Lichtreichen (aber auch jedes gefallene Wesen) übernimmt, wenn er auf einem Grobmaterieplaneten wie die Erde inkarniert, einen Teil der Negativeigenschaften des Gesamtfallgeschehens und trägt sie dann wie seine eigenen, bis er sie an sich überwunden hat. Diese positiv gewandelte Kraft kommt dann den Fallwesen zugute, womit ihr Rückweg sehr erleichtert wird. Ohne diese Hilfe der Helfer kämen die gefallenen Wesen keinen Schritt weiter, weil sie so sehr in ihre Negativverhaltensweisen verstrickt sind. Die meisten kennen ja noch nicht einmal den Vater, weshalb der Vater für sie auch den Gnaden- und Geduldsbogen sehr weit spannt.

Den dem Vater treu gebliebenen Kindern zeigte Er dann auch, wer Jesus Christus ist. In einer Schau sahen sie Christus in Ihm und sie begriffen, dass es der Vater selbst ist, der in die Materie hinabsteigen würde, um den Fall zu stoppen und Seine Sadhana zur Umkehr zu bewegen. Nur Gott selbst konnte Sadhana zur Umkehr führen, weil sie die höchste Lichtkraft mitbekommen hatte, sodass die Kraft der Erzengel nicht ausgereicht hätte. Die Erzengel und weitere Lichtkinder erlösen bei ihrem Erdengang Anteile des Fallgeschehens. Jesus Christus ist der Liebestrahl aus dem Herzen des Vaters und Er ist es selbst und hat sich auch nach Seiner Erdenmission wieder vollständig mit dem Vater vereinigt. Er erscheint allerdings all den Menschen in der Form von Jesus Christus, die es noch nicht anders verstehen, um ihnen so zu helfen, über Ihn wieder eine Beziehung zum Vater aufzubauen.

Als Jesus Christus am Kreuz den Körper ablegte, stieg Er in Begleitung von Michael und Rafael in die dämonischen Welten hinab (hinabgefahren in das Reich der Hölle, wie es die Kirche ausdrückte), stellte sich vor Sadhana (noch in der Form von Luzifer) und sprach mit ihr. Er sagte ihr: „Siehst du nicht, welch armseliges Linsengericht du eingetauscht hast im Vergleich zu der wahren Lichtschöpfung?“ Sadhana antwortete: „Was, ein Linsengericht?“, und sie führte Christus herum und zeigte Ihm stolz all die Reiche, die „sie geschaffen hatte“. Darauf hin nahm Christus Sadhana mit in die wahren Reiche des Vaters jenseits der Lichtmauer und zeigte ihr das ganze Lichtreich, welches sie in der Erinnerung zu verdrängen suchte. Als Sadhana daraufhin zurückkam, war sie zutiefst erschüttert und am Boden zerstört. Sie erkannte schlagartig, was für einen Wahnsinn sie da eigentlich getrieben hatte, wie armselig ihr Werk im Vergleich zur Lichtschöpfung ist, und dachte jetzt, sie müsste auf ewig verdammt sein. Das ist auch der Grund, warum wir in Nahtoderlebnissen immer wieder von dem Lichtstrahl lesen, durch den die Gestorbenen in das Lichtreich zurückkehren können, und die Trauer, die sie empfinden, wenn sie wieder zurück auf die Erde müssen.

Aber der Vater machte ihr jetzt Stück für Stück klar, dass auch sie einstmals heimkehren wird und zeigte ihr, wie sie mithelfen kann, dass all die Billionen Wesen, die sie in die Tiefe mitgerissen hatte, den Rückweg schaffen. Sie wird dann die Letzte sein, die heimkehren darf, wenn alle anderen am Abend des 6. Tages heimgekehrt sein werden (Lesehinweis:“Gethsemane/Golgatha“).
Die nicht umkehrwilligen Dunkelfürsten teilen „ihr Reich“ neu unter sich auf, wobei es einen richtigen Rangstreit der „Götter“ gibt, weil jeder „Gott“ spielen möchte.

Einige kehrten ebenfalls mit Sadhana um. Aber der größte Teil der Dämonen und Dunkelfürsten betrachten Sadhana als Abtrünnige und verachten sie. Sie teilten ihr Materiereich neu unter sich auf und gebärdeten sich weiterhin bis heute als eigenwillige „Schöpfergötter“ in ihren Ebenen. Sadhanas „Hauptthron“ war zum Schluss feinstofflich über der Erde errichtet, und so wurde dieser Punkt auch von einem nachfolgenden Dunkelfürsten wieder besetzt. Es ist das feinstofflich über der Wüste Gobi befindliche Shambhala. Von diesem Shambhala gibt es auch einen physischen Stützpunkt im Innern dieser Erde. Und wie wird dieses Shambhala gerade von der heutigen Esoterikszene hochgehalten!

Der „Herr der Welt“

Dieser oberste Dunkelfürst ist jetzt hier auf der Erde der so genannte Sanat Kumara, auch Maitreya genannt (von Benjamin Creme beschrieben). Er nennt sich der „Herr der Welt“. Die Buddhisten erwarten ihn als kommenden Maitreya-Buddha. Seine engsten Vertrauten sind die sogenannten „aufgestiegenen Meister“, auch die so genannte „Weiße Bruderschaft“ arbeitet mit diesen Dunkelfürsten zusammen, wie auch viele Logenvereinigungen wie die Freimaurerlogen. Nur die 12 „aufgestiegenen Meister“ sind vollständig in die Pläne von Sanat Kumara eingeweiht. Auf der Erde durchblicken die wenigsten Anhänger, an was sie sich da eigentlich angebunden haben. Es wird halt viel mit Etikettenschwindel und Licht- und Liebe-Worten gearbeitet, wobei auch einige Wahrheiten verkündet werden, damit die Menschen dann auch das annehmen, was im Sinne der Dunkelfürsten ist.

Erst jetzt beginnt so allmählich ein großes Aufwachen und immer mehr Menschen beginnen, dieses gewaltige Lügengebäude, welches diese Dunkelfürsten aufgebaut haben, zu durchschauen.
Die Aufgabe an diesem 6. Schöpfungstag für alle Kinder des Vaters ist es, mitzuhelfen bei der Rückführung dieser gefallenen Wesen in die wahre Lichtheimat.

Am Abend des 6. Schöpfungstages, welcher nicht mehr all zu ferne ist, werden alle Wesen heimgekehrt sein. Denn eine ewige Verdammnis gibt es nicht. Alle werden heimgeführt. Allerdings wird niemand gezwungen, den Rückweg anzutreten, da der Vater den freien Willen jedes Wesens akzeptiert, und Ihm nur eine echte Umkehr aus eigener Erkenntnis wertvoll ist. Viele tiefstgefallene Wesen müssen erst an den Endpunkt ihrer Sackgasse kommen, bevor sie bereit sind umzukehren. Das bedeutet natürlich dann die bitterste Erfahrung.

Ein erster Schritt zurück zum Vater ist es, wenn man beginnt zu verstehen, was diese Dunkelfürsten hier an Mengen von irreführenden Philosophien verbreitet haben, wenn man beginnt, sich von diesen zu trennen und so Stück für Stück tiefer begreifen lernt, wer unser Schöpfer wirklich ist. Vielleicht ahnt jetzt mancher auch schon, dass der größte Teil an spiritueller Literatur hier auf der Erde durchdrungen ist von den Lügen dieser Fallwesen, besonders in der heutigen Esoterik- und New-Age-Szene.
Der 7. Schöpfungstag hat also noch gar nicht begonnen. Er kommt erst noch: Der Tag, von dem es heißt, dass Gott sich ausruhe. Von was ruht Er sich aus? Es ist natürlich nicht so zu verstehen, dass Er an diesem Schöpfungstag nicht tätig ist, denn Er ist IMMER-TÄTIGE-LIEBE. Das Ausruhen bezieht sich auf die ungeheure Mühe, die Er mit der Rückführung jedes einzelnen gefallenen Wesens hatte. Was Ihn das für Mühe kostete, wird keines Seiner Kinder bis in alle Tiefe erfassen können.

Was ist nun richtig: Vater-Gott oder Vater-Mutter-Gott?

Einige Menschen sind heute dazu übergegangen, Gott mit Vater-Mutter-Gott anzureden. Dies geschieht wohl u. a. aus dem Bedürfnis, Gott als allumfassend auszudrücken bzw. aus der Erfahrung, dass Frauen auf der Erde über eine so lange Zeit unterdrückt wurden und werden, und so angenommen wird, dass die Vater-Gott-Vorstellung von patriarchalisch eingestellten Menschen herrührt, oder auch von der Vorstellung, dass die Frau gebiert, also muss die Schöpfung aus dem Mutteraspekt kommen.

Nun, wenn man von der Erkenntnis der Allumfassendheit Gottes ausgeht und Vater-Mutter-Gott sagt, trifft dies eigentlich auch nicht ganz zu, denn von Gottes Gesamtwesen kann man eigentlich nur sagen: ER IST. Gott ist oder wenn es Gott selbst ausdrückt: „ICH BIN. Ich bin UR, ohne Anfang, ohne Ende.“

Wie wir wissen, hat Jesus Christus selbst vom Vater gesprochen. Tat Er dies nur der Vorstellung der Menschen wegen? Im biblischen Johannes-Evangelium, welches als unverfälscht gilt, wird auch vom Vater gesprochen und gleichzeitig ganz klar dargestellt, dass der Vater selbst als Jesus Christus auf der Erde in Erscheinung trat. Christus wollte als Vermittler zum Vater auftreten, damit die Menschen wieder eine Beziehung zum Vater aufbauen sollten, obwohl ER es selber war. Wenn Er sich als Gottessohn bezeichnet, so brachte Er damit die Versöhnung mit dem Vater. Die Pharisäer nahmen aber nicht einmal Ihn als Sohn Gottes an, um wie viele Male schwerer wäre ihre Belastung geworden, wenn sich Christus als Gott zu erkennen gegeben hätte, und sie dann über Ihn gelästert hätten.

Den Ihm nahestehenden Vertrauten offenbarte Er aber, wer Er wirklich ist.

So erlebt es auch Angie Fenimore in ihrem Nahtoderlebnis, in welchem sie Jesus Christus und dem Vater begegnet, in direkter Erfahrung, dass Jesus und der Vater absolut eins sind: „Als Gott der Vater und Jesus mich lehrten, nahmen ihre Worte Kraft und Geschwindigkeit auf und verschmolzen dann, so dass sie im selben Augenblick dasselbe sagten. Sie hatten eine Stimme, einen Verstand und eine Absicht, und ich wurde mit reinem Wissen überschwemmt.“ (Siehe Buchhinweis am Schluss)
Hat Johannes vom Vater-Gott gesprochen, weil er selbst eine männliche Gottesbild-Vorstellung hatte, oder hat Johannes aus einem tieferen Wissen heraus gesprochen?
Wir haben jetzt das Schöpfungsgeschehen kurz skizziert kennengelernt. Wir haben erfahren, dass Gott als erstes Wesen ein weibliches Wesen schuf und ihr auch die höchste Lichtkraft von allen Seinen Kindern mitgab. So kann man hier nicht von einer Benachteiligung der Frau sprechen, im Gegenteil. Aber was für eine Absicht steht hinter der Schaffung Sadhanas, die dann sogar in diesem Schöpfungswerk die Stellung als Gottes Dual erhält? (UR-Werk 5,24)

Hier wird bereits das Ziel der ganzen Schöpfung offenbart, das Ziel vollendet entwickelter Wesen, welche in ganz enger Beziehung mit Gott verkehren und Gottes Wesen in hohem Maße erkannt haben. Das erstgeschaffene weibliche Wesen Sadhana wird die Erste sein, welche dieses tiefe Verstehen des göttlichen Wesens erreichen wird, als Vorbild für alle weiteren geschaffenen Wesenheiten.
Dies hat Gott bereits als Ziel in Sadhana angelegt, wohin sie sich dann aber noch in selbst erarbeiteten Erkenntnisschritten hinarbeiten muss. Die Erscheinungsform Gottes als männliche Lichtgestalt in dieser Schöpfung, zu der alle Seine Kinder Vater sagen können, liegt im wohlweislich von Ihm bedachten Ordnungsaufbau dieser Schöpfung begründet, wo den weiblichen Teil Sadhana darstellen wird.

Aber Sadhana wird jetzt nach ihrer Heimkehr nicht noch einmal in den Irrtum verfallen, Gott selbst sein zu wollen. So wie Sadhana am Anfang tief begriff, dass der Vater ihr Schöpfer und Gott ist, von dem alles Leben ausgeht, hat sie jetzt zu dieser Erkenntnis zurückgefunden (in der Golgathanacht), leider durch eine sehr schmerzliche Erfahrung (ihr Abfall von Gott), welcher aber nicht unausweichlich gewesen war, und vom Vater mit viel Mühe und vielen Belehrungen über Milliarden von Jahren vor ihrem Fall verhindert werden wollte. Aber letztlich wollte sie es in ihrem Eigenwillen erst einmal nicht begreifen, und so musste der Vater sie ziehen lassen.
Nach ihrer Heimkehr wird Sadhana nun reif dafür sein, Gottes Wesen, von der tiefen Herzensbeziehung zum Vater ausgehend, tiefer und tiefer erschauen zu können, bis sie und mit ihr alle anderen geschaffenen Wesen das hohe Schöpfungsziel erreicht haben: Den aus eigener Erkenntnis erworbenen tiefen Verkehr mit Gott.
Ohne dass Gott als Lichtgestalt mitten unter Seine Kinder tritt, hätte kein geschaffenes Wesen Gott begreifen lernen können. Gott hat sich also praktisch in dieses Schöpfungswerk mit integriert und spielt die Rolle des Vaters und Sadhanas Dual. So sollten wir nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen und direkt das Gotteswesen in seiner Allumfassendheit begreifen wollen. Nähern wir uns Gott doch zuerst einmal im Vater, seien uns aber bewusst, dass auch im Vater die ganze Fülle der Gottheit wohnt.
Lassen wir uns von Ihm in Seinen Händen halten und eine tiefe Herzensbeziehung zu Ihm aufbauen: Denn dazu ist der Vater da, und Ihr werdet es in den Lichtreichen erleben, dass wir Ihn tatsächlich umarmen können und Er uns in Seinen Armen trägt und wir in Seine Augen schauen dürfen.
Wenn diese Herzensbrücke zum Vater geschlagen worden ist, wird es leicht sein, Gottes Gesamtwesen immer tiefer zu erfassen. Der Vater steht mit Händen voller Geschenke da. Wollen wir sie annehmen?

Auf der Erde während der Erdeninkarnation geschieht es nur äußerst selten, dass wir den Vater direkt sehen dürfen. Dies hat einen guten Grund. Hierzu ein Zitat aus dem Buch „Ruf aus dem All“ von Anita Wolf (Kap. 16,72):
Es wird eine Szene auf einer hohen feinstofflichen Ebene geschildert, auf welche Seelen nach ihrem Erdenleben kommen können. Ein von der Materie-Inkarnation heimgekehrtes Lichtkind stellt eine Frage an den Vater: „Nun ist das Nächste zu betrachten, die Anschauung. Hole ich die Antwort aus der Frage, dann darf ich gern bekennen: Wir haben Dich gesehen, denn Dein hehres Anbild war in unsere Herzen eingebrannt. Das war jene Kraft, die uns stets geholfen hatte, manche Mühsal durchzustehen. Doch so gesehen, wie man den Freund, die liebe Schwester sieht -?“
„Kein schweres Ding, mein Sohn!“ URs Augen segnen alle. „In der Materie ist’s nicht oft gegeben, Mich wie jetzt zu schauen. Sie ist eine dicke Decke, die den Geist wie unter sich begräbt.
Ein Gleichnis: Wie dort der Schnee – wo nötig – eine dicke Decke webt, die Erde unter sich begrabend, damit sie nicht erfriert, damit das Köstliche der Lebenskraft erhalten bleibt, so ungefähr spielt es sich mit den materiellen Wanderwegen ab.
Eine Nichtschau ist der Segen Meiner Decke, weil ein Mensch rasch sagt: ,Ah, ich habe mich getäuscht!‘ Das kann aus echter Demut wie aus Lauheit kommen, doch in jedem Falle ist’s nicht gut und mindert eine Innigkeit, mit Mir im Herzen zu verkehren, auch in heilig-stiller Weise! Um die Wanderkinder vor der Irrung zu bewahren, habe Ich ein anderes geschenkt: den wahren Traum.
Wenn die Seele sich vom Leibe löst, kann sie des Lichtes Straße ziehen und Mich sehen, wie ihr eben jetzt. Denn der Mensch im äußerlichen Sein kann Mich seltenst so ertragen; außerdem dient ein Mir-Begegnen nicht dem Leibe, sondern nur der Seele, wenn sie sich von ihrem Geiste oder ihrem Führerengel leiten lässt. Das ist dann ein wirkliches Erleben, das hält eine Seele in sich fest. Im echten Traum ist die Materie ausgeschaltet und die Seele schwebt ins Lichtgefilde, wo das Mir-Begegnen immer möglich ist.“ (Buchzitat Ende)
Noch eine Anmerkung:
Wer sein Leben auf der Erde durch Selbstmord beendet, tut sich ein großes Leid an, weil er sich dadurch in sehr niedrige Seelenebenen hineinbefördert, wo es schwer ist wieder herauszukommen, da er sich ja in einer sehr sturen, lernverweigernden Haltung befindet. Siehe hierzu den Film „Hinter dem Horizont“ mit Robin Williams bzw. das sehr zu empfehlende Buch von Angie Fenimore über ihr Nahtoderlebnis nach einem Selbstmordversuch. Sie findet sich in einer sehr finsteren Ebene wieder und wird dort von Gott gefragt: „Ist es das, was du wirklich willst?!!“ „… Ich antwortete: ,Aber mein Leben ist so schwer…‘. Meine Gedanken wurden so schnell mitgeteilt, dass ich sie noch nicht ganz beendet hatte, als ich auch schon Seine Antwort aufnahm: ,Du meinst, das war schwer? Es ist nichts im Vergleich zu dem, was dich erwartet, wenn du dir das Leben nimmst‘.“
Also dem Vater überlassen, wann er uns abholt. Solange wir noch hier sind, ist unsere Aufgabe noch nicht erfüllt!
Das „Tor“, durch das wir in diese Erdeninkarnation schreiten, schließt sich hinter uns und ist durch nichts mehr zu passieren, auch nicht durch die vermeintliche Flucht eines Selbstmordes. Dafür steht auf der anderen Seite unseres Lebensweges ein weiteres Tor als einziger Ausgang – ins Lichtreich. Dieses Tor ist nur mit der Erkenntnis: „So trinke ich ihn“ zu passieren.

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Anita Wolf: „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“, Anita-Wolf-Freundeskreis e.V., Stuttgart

Coralf: „Maitreya, Christus oder Antichrist“, Conny-Müller-Verlag, ISBN 3-9802437-7-X

Angi Fenimore: „Jenseits der Finsternis“, Eine Nahtod-Erfahrung, die in die Schattenwelt führte, Knaur-Taschenbuch – vergriffen

Einen wesentlichen Auszug aus diesem Werk finden Sie hier:
Jenseits der Finsternis

Eine weiterführende Betrachtung zu diesem Thema hat Stefan Bamberg in „Endzeitverständnis“ niedergelegt, die Sie hier herunterladen können:
Endzeitverständnis

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