Auszug aus dem Werk „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“

(594 Seiten, 6. Auflage, 2010 – 1. Auflage 1959/60)

1. Kapitel:

Die viergeteilte Schöpfung

(1) UR-Ewigkeit, Tiefe der Gottheit! Unendlich im Ohne-Anfang, Ohne-Ende; majestätisch, hehr, heilig und im Gesamten unbegreiflich! Dennoch ist der Geist gegeben, die Tiefen zu durchdringen. Der UR-Geist ist das Prinzip; aus Ihm wurden die Teilgeister, die die unmittelbare Verbindung wahrmachen dürfen und können zwischen dem ewig-heiligen UR, dem Ewig-Einzigen und Wahrhaftigen, und den aus Ihm gewordenen Kindern.

(2) UR, der Schöpfer, ist gleicherweise das Sichtbare und das Unsichtbare, das Unpersönliche und die Person. Immerpulsierendes Leben zeugt und schafft Er unermüdlich. Das ist das Prinzip. In der Person ruht das Erhaltende, die Verbindung, der anziehende Pol. Beide, schaffendes Prinzip und erhaltende Person, tragen eine transzendente Macht in sich, aus welcher eine Teilung für das Werk geschah. Diese Teilung war keine Splitterung, im Gegenteil, sie rief unausgesetztes Fließen der bestehenden Vollkommenheit hervor. Die erste Teilung ist die Zwei: Prinzip und Person, stehende und waltende Macht, in welchen im Verlauf der Werke der UR-Geist und der in Äonen auftretende Teilgeist in unzerstörbarer Verbindung sich gegenüberstehen.

(3) In der Zwei zeigt sich die Vier, die sich der UR-Geist vorbehielt. Sie war Sein Geheimnis und wurde erst nach einer Gleichgewichtsherstellung zum Teilgeist offenbar, obwohl die Vier vor der folgenden und aus ihr hervorgehenden Sieben steht. Darin ist die Steigerung des prinziphaften UR-Geistes verankert, wodurch die unwandelbare Vollkommenheit nicht angetastet wird. UR ist in sich nicht veränderlich, wohl aber die Macht Seines Schaffens, die eine fortgesetzte Aneinanderreihung unendlich herrlicher Werke mit sich bringt.

(4) Der Geist bzw. die Geister erhalten durch den Schöpfungsaufbau jene Fähigkeit, auch von sich aus den Kontakt mit dem schaffenden und gebärenden UR-Geist herzustellen. Im Augenblick, wo das geschieht, ist ein Erforschen jener Gottheitstiefe möglich, auf welcher jeweils ein gefügtes Werk errichtet ward. Solches Teilwerk umschließt auch alle Teilgeister und die ihnen zufließenden Machtströme, so dass in dieser Hinsicht ,eine Fülle der Gottheit‘ gesehen werden kann.

(5) Kein Teilgeist kann den ganzen UR durchdringen, weil er immer Träger einer Einzelheit bleibt. Hingegen ist der Kontakt, der sich auf die Ordnungswege innerhalb entstandener Werke stützt, ohne Weiteres herzustellen, wodurch der Teilgeist nicht von URs Vollkommenheit erfasst, sondern entsprechend seinem Eigenmaße nur von IHM durchdrungen wird. Dergestalt kann der Teilgeist ohne Verlust seiner Eigenpersönlichkeit eine Wohnung im UR-Geist haben.

(6) Bei Abschluss eines Teilwerks folgt eine ,Wiederinbesitznahme‘ der UR-Wohnung = höchstmögliche Verbindung von Schöpfer und Geschöpf. Spürt der Teilgeist – zwar vom UR-Geist angeregt und mit Lebensstoff versorgt – dem nach, so folgt er nicht nur sinnbildlich URs allgewaltigem Schaffensdrang, der unzählbare Werke aneinanderfügt. Er erhält in größerer Erkenntnis die Offenbarung über Schaffungen, die eine fortgesetzte Folge bilden (wie die Tage eines Jahres).

(7) Hat jeder Teilgeist, auch als Mensch, seinen Ursprung aus dem UR-Geist erhalten, weil er nirgendwo anders herkommen kann, so liegt die Befähigung aus der nie abreißenden Verbindung bereit, den geschöpflichen Kontakt herzustellen. Das erzeugt ein ,Einheits-Empfinden‘, das allgemein zum UR-Geist strebt und den Menschen mit dem Wort ,Gottheit‘ nahegebracht wird, das ,Gott-nicht-sehen-Können‘ aufhebt und dem suchenden Teilgeist die kompakte Konzentration vermittelt: das ,Schauen von Angesicht zu Angesicht‘! Hierin wurzelt eine heilige Tiefe, dem jetzt waltenden Werke zugeteilt.

(8) UR gegenüberstehend haben im augenblicklichen Verlauf zwei Wesensformen Sonderstellung, die beide einen Teilgeist haben, persönlich geboren = geschaffen vom ewig-heiligen UR. Diese zwei Wesensformen sind ,Engel und Mensch‘. Inwieweit sie unterschiedlich oder gleichzustellen sind, zeigt die Offenbarung. Besitzen beide aber, wenn auch nach der jeweils herrschenden Gesetzmäßigkeit ihres Pflanzbodens, eigenpersönliches Leben, das sich prinzip- wie personhaft ergibt, so kann UR nicht ohne Darstellung sein, weil ER immer das UR-Bild ist, alles Geschaffene das Spiegelbild! Siehe den Kontakt zwischen Makro- und Mikrokosmos, auch die unabänderliche Verbindung des UR-Geistes zum von Ihm gezeugten Teilgeist, wie umgekehrt Letzterer von sich aus die Rückverbindung erstrebt und untrennbar haben will. Darin wurzelt die später aufgetane Folgerichtigkeit der Sieben, die nacheinander Vorherrschaft – jedoch ohne Rangunterschied – erhalten. Erst recht wird dadurch ihre volle Einheit offenbar. – Über diesem schwebt freilich eine Sonderbindung, die aber – selbst nicht bei Vorherrschaft – einen Überrang besitzt. Denn UR ist in sich eins!!

(9) Die Teilgeister sind somit als ein UR-Teil anzusehen, die bei ihrem Werden erst als Gedanken ohne persönliches Bewusstsein in der Gottheit verwahrt blieben. Um aus diesen Gedanken mit Lebensstoff behauchte Formen zu erzeugen, reihten sich in UR ungeheure Werke aneinander. Raum und Zeit in der UR-Ewigkeit waren grenzenlos; dennoch war das UR-Sein ihre Grenze. Alle Gestaltungen waren URs persönliche Angelegenheit, wenngleich in diesen Schaffungen der ,raumlosen Räume und zeitlosen Zeiten‘ Er nur Prinzip war, sein konnte und sein wollte.

(10) Anders wurde es mit jenem Augenblick, da das Konzentrat von Gedanken zu gestaltlichen Formen weiterentwickelt wurde, zwar noch ohne eigenpersönliche Art. Doch wie ein Mensch sein Gedankenwerk zu modellieren sucht, um dann die gedachte Form plastisch darzustellen, so ähnlich geschah es in den beginnenden Formwerken. Wenn auch der Vergleich zwischen einem Menschentun und URs Tun sehr mager ist, soll er doch zum besseren Verständnis als Beispiel dienen. Auf diesem Wege ist das zu Offenbarende leichter zu verstehen.

(11) So modellierte UR Sein gedachtes Werk in einer ,viergeteilten Schöpfung‘. Es wird nicht leicht sein zu erkennen. Wer zunächst einfach folgt, wird den hohen Nutzen haben, nämlich jene Verbindung, die jedem Teilgeist vorbehalten bleibt. Der Vorbehalt ist freilich zeitbedingt, weil er – bisher ziemlich unbekannt – mit der Zeit des Allheiligen einherzugehen hat. Alle geistigen Dinge lassen sich in der UR-Lehre ohne Weiteres erklären und richtig stellen, auch das, was der menschliche Verstand für unmöglich hält.

(12) Denn sofern die UR-Ewigkeit in Raum und Zeit sich offenbart, fällt für die Geschöpfe das Überdimensionale weg, weil UR es durch die Werke deckt, die zugleich die Rückbrücke der vorerwähnten Verbindung sind. Hier hat das Wort seine Gültigkeit: ,Und wird eine Herde und ein Hirte werden!‘ Die Wurzelzahl ist stets die ,1′, UR, der Einige. Von der ,2′ ist schon gesprochen als Gegenüberstellung: UR und Sein Werk – oder die stehende und die waltende Macht!

(13) Woraus jedoch entspringt die ,4′? Ist sie willkürlich genannt oder ruht in ihr ein Grundaufbau, den das Werk bestätigt? Ja, auch dieses Buch strahlt nach und nach das Licht darüber aus. Anfangs bedarf es des einen Zeichens, dass nächst der Einheit und der Dualität, die aus jeder Offenbarung leuchten, die ,4′ und die ,7′ grundlegende Zahlen sind, den Menschen übergenug kundgetan. Das Hauptwerk zur Gotterkenntnis, die Bibel, bringt davon so viel, vom vierfachen Strom im Garten Eden bis zur siebenfachen Preisanbetung in der Johannes-Offenbarung, dass kein williges Herz darüber weggehen kann, ohne nicht auch da die Tiefe der Gottheit zu verspüren.

(14) UR hebt Seine Einheit trotz Vielfältigkeit personhafter Offenbarungsformen nicht auf. Die bedeutendsten äußerlich unterschiedlichen Personifikationen sind UR und JESUS CHRISTUS! In dem einen wird die dauernde Verbindung, in dem anderen die umfassende Erlösung kundgetan. Beide gelten daher stets zeitbedingt um eines Werkes willen unterschiedlich, niemals im UR-Prinzip! Wurde UR Christus, so lediglich zur Erfüllung eines Ziels. Und das war gewaltig, das war: die Einheit ohne Auflösung aller lebensbewussten Formgedanken!

(15) Um die Einheit nicht allein auf machtgestelltem Willen zu erreichen, sondern auch vom Freiheitswillen her, standen UR unermessliche Mittel zur Verfügung. Die Anwendung solcher Mittel bringt stets Erfüllung, gleichgültig ob im Unendlichen oder Endlichen. Die Endlichkeit kann von hohen Teilgeistern übersehen, doch nur stufenweise erlebt werden, weil Anfang und Ende derselben dem Unendlichen angehören.

(16) Nachdem UR Sein Innenwerk zur gewollten Höhe erhoben hatte, schuf Er erstmalig eine Endlichkeit. Das war die ,viergeteilte Schöpfung‘. In ihr öffnete Er erstmals – keineswegs zum Selbstzweck – die vier Kammern Seines Herzens. Vorweggenommen, um den Irdischen den Fortgang zu erleichtern, sei bedeutet, dass UR Sein Herz in unbegreiflich hehrer Arbeit so gestaltet und auf dessen Wesensart die Werke zugeschnitten hat. Betrachtet ein Mensch von dieser Warte aus Umwelt und eigenes Leben, so stellt er staunend fest, in wie viel wichtigen Variationen dieses UR-Bild sich im Werksbild spiegelt.

(17) Das Lebensprinzip, das durch Raum und Zeit jeden Werkes pulst, hat sein Symbol in der Blutlaufbahn gefunden: zwei Herzkammern geben ab, zwei nehmen auf. Und die vier Elemente, Winde, Jahreszeiten, Dimensionen, Altersstufen, Wochen eines Mondes und vieles mehr stützen sich auf dieses erste UR-Geschaffene, worin ein kaum fassbarer Kreislauf sich offenbart, der im UR-Prinzip niemals Gleiches, wohl aber am Impuls und an der Bahn seine stete Ordnungsfolge bringt.

(18) Die viergeteilte Schöpfung war URs hochgesteigertes Werk: die anhaltende Dualität! Vordem war viel Heiliges erstanden, was höchste Engel vage ahnen, was kein Menschengeist erfassen kann. All das fand am werkbedachten Ende eine Auflösung in UR, der noch nichts ,Außer-Ihm-Seiendes‘ erschuf. Nun aber waren in eigener UR-Liebe, gestützt auf vorwaltende Grundlebensstrahlen, Gedanken zum Symbol geworden, die eine Dualität erhalten konnten, ohne die UR-Einheit im Mindesten unterschiedlich zu zerspalten. Der UR-Geist hatte als Vollakt Folgendes getan: Er bildete dem Geschaffenen eine Gedanken-, eine Wort- und hernach eine Tatform und gab – um das UR-Herz in gewaltiger Vorschau in Erscheinung treten zu lassen – die Folgeform hinzu. Wie erhaben die Folgeform gerade war, ist aus dem Buch zu entnehmen. UR stellte jedes Werden auf seine Ordnungsbahn, schuf die Jahre – Kreislauf, Lebensring -, die Er mit Einzeltagen füllte. So ward die Dualität zum Grund, in der viergeteilten Schöpfung als Hochziel vorgeschaut. Dem gab UR einen Grenz-Anfang und ein Grenz-Ende, in deren Raum und Zeit jedes Werk in Aufbau, Richtung, Lauf und Ziel sein Vollenden haben sollte. Er nannte das den ,ersten UR-Zyklus‘, dualistisch mit zweimal vier UR-Jahren ausgestattet, in denen Er – entsprechend Seinem Wesen – einmal Macht, Kraft, Gewalt und Stärke aus- und einatmete. Jede Zyklushälfte teilte Er in Gedanke, Wort, Tat und Folge ein. Im Ausatmen schenkte Er dem Werk Sein Ich, mit dem Einatmen sollte das Werk sich Ihm schenken. Das war ein ATMA!

(19) Gedanke- und Wort-UR-Jahr im ersten Zyklus brachten fortgesetztes Hinausströmen, denn der gegrenzte Raum und seine Zeit waren leer; UR wollte sie mit Seinem Geiste segnen. Doch mit dem Tat-UR-Jahr sollte es erwiesen sein, ob das Hochziel jedes Werk einzuschließen fähig war. Es konnte und durfte mit einmaliger Hingabe an das Werk alles gegeben sein, um daraus das Vollendete zu erschauen:
DIE RÜCKGABE DES WERKES AUS DEM WERK!

(20) Auch hier vorweggenommen, dass schon in der ersten Tat-Jahr-Woche, in welcher die sieben Eigenschaften je einmal wirken und jede einen Schöpfungstag zu führen hat, das Hochziel wohl erreichbar ist, unabhängig davon, ob es gemäß der UR-Schau bereits umfassende Gestaltung fand. Ja, die Letztwilligkeit soll dem Folge-UR-Jahr vorbehalten bleiben; doch jede Seligkeit, die sich im Vorhinein aus dem UR-Prinzip in ein Einzelwerk ergießt, soll ,Ziel im Hochziel‘ sein.

(21) Noch ein Weiteres bedachte UR, um schöpferisch segnend tätig zu sein. Sollten die an höchste Werkstelle zu rückenden Lebensgedanken aus freiheitlich erstrebter Verbindung zum UR-Geist den Dualismus beibehalten, so konnte ER in unschaubarem Prinzip wie in schaubarer Form sich nur allmählich offenbaren. Um Seine Fülle zu verdecken, hatte Er Sein UR-Herz in vier Kammern aufgeteilt und bildete aus einer jeden ein Lebensprinzip, einen Wesensteil von sich.

(22) Da UR erst schaffend ist, Er könnte sonst nichts führen, erhalten und vollenden, nannte Er die erste Kammer SCHÖPFER. Zwar waltete hierin Seine Ordnung erststellig, doch zugedeckt im heiligen UR-Prinzip stand der Wille in der Vorherrschaft. Nie konnte eine andere Eigenschaft wirksam werden, wenn es keine Schaffung gab. Sollte Er sich selbst Geduld, Liebe und Barmherzigkeit erzeigen?! Im Gegenteil hob Er gerade diese Grundlebensstrahlen für die Nachwirkungen auf. Erst musste es den Willen geben, mit dem UR das in Ihm geschaute herrliche Dual zur selbstlebenden Gestalt erhob.

(23) Die zweite Herzkammer, die den Lebensstoff weitergeben sollte, nannte UR PRIESTER, das führende Prinzip. Dieses übergab Er Seiner Weisheit, die das gewordene Werk zu führen fähig war. Und wie Er schöpferisch die Ordnung mit dem Willen paarte, so priesterlich die Weisheit mit dem Ernst. Heilig war das Ziel! Konnte daher anderes dem Lichtweg beigegeben werden als der Ernst, den Er in das Werden fließen ließ und es damit speiste? So strömte Sein UR-Lebensstoff aus der zweiten Herzkammer in das Werk, in den Körper, den Er hatte werden lassen, und schenkte ihm Seines Reichtums Fülle. Es musste sich nun zeigen, was das Werk mit diesem Lebensblut tat.

(24) Es sei vermerkt, dass im Gedanke- und im Wort-UR-Jahr, wenngleich beide in gewisser Hinsicht eine Vorschattung zur Tat gewesen sind, keine Abwegbahn erstand, was – wäre es an dem – zur Folge hätte haben müssen, dass der indessen im Ablauf des Tat-UR-Jahres wirklich eingetretene Fall ein ,vorgesehener‘ gewesen wäre. Das ist er nicht! Nie war er vorgeschattet, weil sonst das heilige Erlösungswerk seines höchsten Sieges beraubt worden wäre! Als Priester, ja als Hochpriester wollte UR Seine Werke segnend führen. Und es geschah!

(25) In gewaltigem Werden kommt mit dem Lebensstrom herbei, was unbedingt erhalten werden soll. Um das zu erzielen, gab UR der dritten Herzkammer Sein Wesen GOTT. Im Gedanke- und Wort-UR-Jahr die Vorfülle des Werdenden, im Tat-UR-Jahr – schon freiheitlich bestrahlt – das Seiende! Und wie überwältigend: Während dieses Teilablaufs im Zyklus ist UR als Gott auf den Plan getreten! Er lässt nicht die Macht im Vordergrund, nein – die Geduld repräsentiert in jener Schaffung, in der ein Abweg ward. Doch Geduld hätte Raum und Zeit unendlich dehnen können, ohne rechtzeitig im Sinne aller Grundlebensstrahlen dem Abweg das gerechte Ziel zu setzen. Und das tat die Liebe!!

(26) Die Liebe erfüllt die aus Geduld kommende Erhaltung. So werden beide zur Vermittlung, zum Mittler zwischen dem lebensbewussten Werk und UR. Sie sind schon in der viergeteilten Schöpfung an diesem Platz wie die anderen Grundlebensstrahlen an dem ihren. Im Tat-UR-Jahr, das im Zyklus an dritter Stelle steht, ist daher ,Gott als dritte Wesenheit in Geduld und Liebe‘ vorherrschend tätig, was aber nicht bedeutet, dass sie den anderen Wesenheiten gegenüber eine wichtigere Stellung innehat. Jeder Teil ist an seine Ganzheit angebunden, auch wenn mit ihm UR zur Vollendung Seines Hochziels repräsentiert.

(27) Im Verlauf des ersten Zyklus hat UR Sein einheitliches ICH in vier große Schlüsselstellungen eingeteilt und die sieben Eigenschaften in jeweilige Richtzeiten und -räume, die sich später als Schöpfungstage entpuppen werden. Im erhaltenden Prinzip liegt das erlösende, woraus sich ergibt, dass aus Geduld und Liebe der Erlöser kommt. In diesem dritten Sein spiegelt sich die Tat: das UR-Opfer und Golgatha!

(28) War auf dieser gewaltigen Basis das Werk aus den UR-Herzteilen als ,Schöpfer‘ im Gedanken gestaltet, als ,Priester‘ im Wort gesegnet und nun als ,Gott‘ in der Tat erhalten worden, so bedurfte es noch eines Strahles, der das Ganze vollendet in das Hochziel gab. Das geschah vorbildend in der viergeteilten Schöpfung durch die Folge: die Vollendung, die Einvernahme ohne Wiederaufhebung persönlichen Lebens! Der zurückflutende Lebensstrom floss nun aus der dritten in die alles sammelnde vierte Herzkammer, von da aus auf geheimem Wege, der sich später als ,Heilige Schöpfungsnächte‘ enthüllt, in das Lebensurzentrumsgebiet, wo es mit neuer Kraft ausgestattet wurde und immer wird, um einen nächsten Kreislauf anzutreten und zu vollbringen.

(29) Die letzte der vier Kammern nannte UR VATER und gab sich – als Er am Ende der viergeteilten Schöpfung Sein Finale herrlich leuchtend setzen konnte – diesem Vater-Wesensteile hin. Es zeigt sich noch, in welcher Feinheit der Allheilige eines zum andern kommen ließ, um gerade das Dual sowohl in der vierten Wesenheit ganz einzuhegen als auch durch dasselbe ,Sein unzugängliches Licht‘ zugänglich zu machen: das ,Schauen von Angesicht zu Angesicht‘! Dazu nahm Er die Barmherzigkeit, die siebente Seiner Fackeln.

(30) Mit diesem schönen Vorbild schloss UR die viergeteilte Schöpfung ab und nahm sie – wie alle vorausgegangenen Innenwerke – in einer UR-Nacht wieder in sich ein. In dieser Nacht erhielt das Neuwerdende jene Lebenskraftstoffe, die Er in besonderen Schaffungen erzielt hatte. Er schied auch diese UR-Nächte von den einzelnen Schöpfungsnächten. Das Mysterium wird offenbar.


Der nachfolgende Text, gefunden im Nachlass von Anita Wolf , zuerst als Vorwort zu „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“ konzipiert, ist von ihr dann doch nicht veröffentlicht worden. 
Zum ersten Mal veröffentlicht in „UR – Das wahre Ziel“ Nr. 36/2010

Anita Wolf
Die sieben Schöpfungstage des Tat-UR-Jahres

Licht-Heilig!   Licht-Heilig!   Licht-Heilig!   Licht-Heilig!

Lichtstrahlbündel in zahllosen Myriaden. Sie kreuzen sich unter-, über-, neben- und ineinander. Sie bilden einen Zentralpunkt. Niemand misst die erste Sekunde der Ewigkeit, in der das geschieht. Ein Ton klingt auf; niemand misst die Macht des Tones. Der erste große Weckruf an den ersten Schöpfungstag ist gleich dem Wort: „Es werde Licht!“

Warum soll Licht werden? Ist der allheilige UR, der schon Wunderbarstes schuf, der aus jeder Schaffung Herrlichkeiten offenbart, nicht unbegrenztes Licht? Kann Licht werden, wenn es vordem keine UR-Substanz gewesen ist? Jene Substanz, aus der ALLES wird. Warum wird von Finsternis gesprochen, die vom Licht geschieden ward? Wohnt sie neben einem Licht in UR? Gibt es demnach doch von Ewigkeit her zwei Dinge? Gegensätzliches? Und wenn Licht die erste, oberste Substanz gewesen ist, was ist die Finsternis?

Das Werk „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“ gibt die Kunde. Nur im Voraus das: Es gab NICHT zwei Dinge in der Werkfülle vergangener raumloser Räume und zeitloser Zeiten, im UR-Ewigen gebettet. Licht und Finsternis war eine höchst einheitliche UR-Substanz, und zwar war Licht das Schaffende, Finsternis das Ruhende des Prinzips; sie kamen aus der rechten und der linken Hand des Heiligen! Wer will den Tag höher schätzen als die Nacht? Die Nacht höher als den Tag? Die Nacht geht dem Tag voraus. Denn sie sammelt und bringt neue Kräfte; und sie ist’s, die den Tag beschließt. Nicht die Nacht ist in den Tag, sondern der Tag zwischen die Nacht gegeben. Das Warum wird sich auch noch zeigen.

UR steht inmitten Seines Licht-Heiligtums, um die heilige Geburt aufzunehmen, sie zu bilden, zu erziehen und zu höchster Vollendung zu bringen. Was Äonen gaben, soll dem „Kindwerk“ sichtbar werden. Bedurfte es Äonen bis zu dieser Kindgeburt, so stehen UR weitere Äonen zur Verfügung, ihr den ganzen Werkanteil Seines Wesens zu vermitteln. Wird die Kindgeburt Raum und Zeit unermesslich finden, so ist das gerecht, denn sie ist in die Unermesslichkeit gestellt. – In UR findet jede Schöpfung Raum und Zeit zu ihrer höchsten Segnung.

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„DIE WERKE IM EINZELNEN“